Es kommt dir vielleicht bekannt vor:

Die monatlichen Einkünfte reichen gerade so für die Deckung der monatlichen Kosten – wenn überhaupt.

Fallen dann nicht geplante größere Ausgaben an (Reparatur des Autos, Neukauf eines PCs oder ein Stadttrip mit Freunden), muss oft das ohnehin nicht gerade prall gefüllte Sparbuch geplündert werden.

Wenn dann die Ernüchterung folgt, dass man den Freunden für eine Unternehmung absagen muss, die eigentlich „nur“ wenige hundert Euro kostet, stellt man auf eine ziemlich frustrierende Weise fest, dass man dringend an seiner finanziellen Situation etwas ändern muss.

In diesem Artikel erfährst du in 5 Schritten, wie du deine Finanzen allumfassend und langfristig in den Griff bekommst.

Die Top 5 Schritte zum perfekten Vermögensaufbau-Plan

Schritt 1: Gesamtüberblick – Einnahmen & Ausgaben

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass du dir einen genauen Überblick über deine finanzielle Situation verschaffst.

Dazu ist es hilfreich, zunächst  den „Basisbetrag“ deiner monatlichen Ausgaben zu kalkulieren.

Damit sind die Fixkosten wie Miete, Strom- und Heizkosten sowie bestehende Verträge wie Internet, Mobilfunk, Fitnessstudio oder Abonnements gemeint.

Hinzu addierst du Pauschalbeträge für Lebenshaltungskosten wie Nahrungsmittel, Hygiene- und Reinigungsartikel und Kleidung.

Besonders bei der Festsetzung des Pauschalbetrags für Nahrungsmittel und Hygieneartikel ist es empfehlenswert, dich an den Ausgaben aus den Vorwochen- und Monaten zu orientieren und vom errechneten Betrag 10 bis 20% abzuziehen.

Das hat einen einfachen Grund: In diesem Bereich der Ausgaben „verschwendet“ man für gewöhnlich am meisten Geld, da es immer scheinbar irrelevante Kleinbeträge sind und man deshalb nicht so stark auf die Kosten achtet.

Das „Sparen im Haushalt“ ist eine der effektivsten Methoden, deine Kosten zu senken. Hier fallen quasi jeden Tag Ausgaben an. 

Damit ist nicht gemeint, dass du an der Qualität der Lebensmittel sparen sollst, sondern die eigentlich „unnötigen“ Ausgaben vermeidest:

Der morgendliche Starbucks-Kaffee für 3,20€, das Backwerk-Brötchen in der Mittagspause für 2,80€ oder die dritte Lieferservice-Pizza in der Woche.

Setze dir eine nicht zu großzügige Obergrenze und halte dich eisern daran!

Da man dabei schnell den Überblick verliert, kann es auch hilfreich sein, zu unkonventionellen Tricks zu greifen.

Zum Beispiel kannst du jede Woche den geplanten Betrag in Bar abheben und Ausgaben in dem Bereich ausschließlich mit diesem „Geldhaufen“ bezahlen.

Das klingt erstmal ungewöhnlich, kann dir aber enorm helfen, deine finanzielle Disziplin zu verbessern.

Zuletzt gilt es noch, dir einen Pauschalbetrag für „Spaß“ zu setzen: Restaurant- oder Kinobesuche, Feiern gehen oder sonstige „nicht essenzielle“ Ausgaben.

Auch hier gilt: Sei realistisch, nicht zu großzügig und vor allem: halte dich strikt an dein Budget!

Nun summierst du alle Kosten auf und stellst sie deinen Einkünften gegenüber.

Dabei sollten deine Ausgaben nur maximal 80% deiner Einkünfte betragen, sodass du mindestens 20% deiner Einkünfte sparen bzw. investieren kannst.

Diesen Überschuss zu erwirtschaften ist eminent wichtig, da du nur so beginnen kannst, nachhaltig Vermögen aufzubauen.

Schritt 2: Einnahmen- / Ausgaben- Verhältnis verschieben

Ist dein Einnahmen- / Ausgabenverhältnis noch nicht bei 100:80? 

Dann ist es unverzichtbar, auf beiden Seiten Veränderungen herbeizuführen.

Analysiere bei welchen monatlichen Ausgaben du noch mehr Kosten sparen kannst, ohne deine Lebensqualität deutlich herabsetzen zu müssen.

Jede kleine Veränderung kann auf lange Sicht einen stattlichen Betrag ausmachen.

Ein aus mehreren Gründen besonders zu bedenkender Punkt ist unserer Meinung nach hierbei das Thema Auto.

Kaum ein täglicher Gebrauchsgegenstand ist so enorm kostspielig und hat damit einen so großen Einfluss auf deine finanzielle Situation.

Demgegenüber ist es genauso wichtig, Wege zu finden, um mehr Geld zu verdienen.

Die Anzahl der Möglichkeiten ist hier nahezu endlos, sei es durch private Nachhilfe, Arbeit als studentische Hilfskraft oder Aushilfe im Einkaufszentrum.

Sorge dafür, dass du jederzeit eine zumindest geringe Aufbesserung deiner Einkommensseite erwirkst.

Schon 100€ mehr pro Monat sind ein Betrag, mit dem du in puncto Vermögensaufbau auf lange Sicht einiges machen kannst.

Schritt 3: monatlichen Überschuss sinnvoll investieren

Nun hast du einen Überblick, welcher Betrag dir monatlich zur Verfügung steht, um Schritt für Schritt dein Vermögen zu steigern.

Das wichtigste hierbei:

Kontinuität!

Aus diesem Grund halten wir monatliche Ansparpläne für eine extrem sinnvolle und vor allem langfristig lukrative Variante.

So kannst du mit kleinen monatlichen Überschüssen effektiv investieren.

Mehr dazu hier:

Schritt 4: Ersparnisse sinnvoll investieren

In den ersten drei Schritten hast du nun gelernt, wie du deine „alltäglichen Finanzen“ strukturierst.

Als nächstes gilt es für dich zu schauen, über welche Ersparnisse du verfügst.

Summiere dazu alle liquiden Mittel, sei es auf dem Sparbuch, dem Giro- oder anderen Konten oder auch das Bargeld „unter dem Kopfkissen“ und analysiere diese Summe.

Jetzt ist es enorm wichtig, eine sinnvolle Kapitalaufteilung vorzunehmen.

Warum?

Dadurch verfügst du über genügend Reserven, um jederzeit ungeplante größere Ausgaben bewerkstelligen zu können.

Andererseits kannst du auch das Potenzial richtig nutzen, was schon in deinem derzeitigen Vermögen steckt.

Schritt 5: Humankapital steigern

Der letzte große Ansatzpunkt, den wir herausstellen wollen, mag zunächst erstmal für dich nicht zwingend mit deinen Finanzen zu tun haben.

Im Endeffekt ist er aber auf lange Sicht der entscheidendste: Dein Humankapital.

Falls du dich fragst, was darunter überhaupt zu verstehen ist:

Das Humankapital ist die Gesamtheit all deiner Fähigkeiten, sei es körperlich (z.B. handwerkliche Fertigkeiten bei einem Tischler), akademisch (medizinisches Wissen eines Arztes) oder auch mental/psychisch (Motivationscoaches etc.).

Umso „wertvoller“ deine Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt sind, sei es als Angestellter oder Unternehmer, desto mehr Geld wirst du verdienen.

Daraus folgt, dass du deine finanzielle Situation langfristig enorm verbessern kannst, wenn du deine Fähigkeiten gezielt erweiterst und stärkst.

Dabei solltest du dir bewusst machen, welche Skills in dem Bereich, wo du tätig bist oder tätig sein willst besonders gefragt sind und wie du diese dir effektiv aneignest.

Fokussiere dich dabei darauf, in den absolut essenziellen Kernkompetenzen so gut wie möglich zu werden, anstatt in sehr vielen Bereichen nur mittelmäßig bis gut zu sein.

Identifiziere also zunächst drei Teilbereiche, in denen du dich ab jetzt stark weiterbilden willst und dein Können bzw. dein Wissen hier erweiterst.

Diese Teilbereiche sollten für das womit du dein Geld verdienen willst absolut evident sein.

Außerdem sollten hier marginale, also letztendlich gewinnbringende Fortschritte, relativ zeitnah erreichbar sein.

Wie auch beim Vermögensaufbau gilt in Bezug auf dein Humankapital: Sorge dafür, dass du stetig und konstant wächst!