Große Zahl 3

Das 3-Konten-Modell - Wie du ohne auf Lebensqualität zu verzichten effektiv sparen kannst

Johnny Depp weiß, wie man Geld verdient. Allein für seine Hauptrolle im neuen „Fluch der Karibik“ – Film streicht er sagenhafte 100 Millionen Dollar ein.

Er ist der bestbezahlte Schauspieler der Welt – und trotzdem pleite.

45 Luxusautos, 14 Traumhäuser (die natürlich auch extreme laufende Kosten verursachen), eine Yacht, 40 Angestellte, regelmäßige Privatjet-Flüge und vieles mehr – gegen so einen Lebensstil wirken selbst seine Mega-Gagen knapp bemessen.

Johnny Depp ist wohl das beste Beispiel dafür, dass finanzieller Erfolg wenig mit dem Einkommen zutun hat.

Johnny Depp als Jack Sparrow

Warum viele Menschen finanzielle Probleme haben

So wie dem Hollywood-Star geht es unheimlich vielen Menschen, wenn auch auf einem wesentlich niedrigeren Level.

Die Summen mögen zwar völlig verschieden sein, das Problem ist aber bei allen dasselbe:

Die Konsumausgaben sind mindestens genau so hoch wie das Einkommen – wodurch am Ende des Monats nie etwas übrig bleibt.

Ob die Rechnung nun 100 Mio. minus 100 Mio., 10 000 minus 10 000 oder 800 minus 800 lautet – das Ergebnis ist immer gleich:

0.

Passend dazu werden „witzige Sprüche“ im Internet wie „Am Ende des Geldes ist noch viel zu viel Monat übrig“ immer populärer.

Anscheinend ist chronische Geldknappheit heutzutage ein weit verbreitetes Phänomen.

Doch woran liegt das?

Ein Hauptproblem ist, dass viele einen völlig überzogenen Konsumanspruch haben.

Die Werbung oder der unterbewusste Drang nach Bedeutsamkeit erweckt oft falsche Vorstellungen, was man „haben muss“:

Hotelurlaube im Süden, ein neuer Flachbild-TV, häufige Kinobesuche, ständig neue Schuhe oder jeden Morgen ein Coffee to go.

„Man lebt ja nur einmal und muss sich auch mal etwas gönnen. Solange ich es mir leisten kann, ist es doch ok.“ 

Die meisten Leute wissen aber nicht, was es heißt, sich tatsächlich etwas „leisten“ zu können.

Für viele ist es genau das, was mit dem verfügbaren Geld auf dem Konto gerade so bezahlt werden kann.

Oftmals wird dieser Spielraum auch noch durch Dispo-Kredite, Ratenfinanzierungen oder Kreditkartenüberziehung erweitert.

Wenn man jeden Monat sein maximales Budget ausgibt, ist es völlig logisch, dass kein Geld mehr zum Sparen und Investieren übrig bleibt.

Warum sparen & investieren unverzichtbar ist

Viele glauben, dass es nur zwei Wege gibt:

Das Leben genießen und sich etwas gönnen oder sparsam sein und auf Luxus verzichten.

Das Wort „sparen“ hört sich für die meisten vor allem nach einem an – Verzichten.

Und es gibt auch einige Menschen, die wirklich sehr „sparsam“ sind und in allen Bereichen versuchen, so wenig Geld auszugeben wie möglich.

Dadurch „erhamstern“ sie sich über die Zeit oft eine ganz beträchtliche Summe und haben zumindest keine Geldprobleme.

Das ist aber weder das Ziel noch Sinn und Zweck der Sache.

Sparen soll deine Lebensqualität nicht senken, sondern erhöhen.

Das klingt auf den ersten Blick widersprüchlich.

Sparen hat doch damit zu tun, weniger Geld für die „schönen Dinge im Leben“ auszugeben. Wie kann es da die Lebensqualität auch noch erhöhen?

Das Ziel ist es aber nicht, auf Lebensqualität zu verzichten.

Stattdessen sollen unnötige Ausgaben effektiv eliminiert werden und wirkungsvoller Vermögensaufbau betrieben werden.

Nur so kannst du auf lange Sicht finanzielle Freiheit erreichen.

Um dies Monat für Monat zu schaffen, benötigst du ein simpel umsetzbares und automatisiertes Systemdas sogenannte 3-Konten-Modell.

Das 3-Konten-Modell – Wie es funktioniert

Das 3-Konten Modell dient dazu, Struktur in deine monatlichen Ausgaben zu bringen und eine gute Balance zwischen Konsum und Vermögensaufbau herzustellen.

Wie es der Name schon sagt, beruht es darauf, deine Finanzen mittels 3 separaten Konten zu organisieren.

Zur perfekten Umsetzung musst du die folgenden 5 Schritte gehen:

1. Überblick monatliche Nettoeinkünfte & Fixkosten

Zuerst musst du dir einen Überblick über deine monatlichen Ein- und Ausgaben verschaffen.

Stelle also fest, wie hoch deine monatlichen Einkünfte (Gehalt, Nebeneinkünfte, Sozialleistungen etc.) und Fixkosten (Miete, Versicherungen, Verträge etc.) in Summe sind.

2. Konsumausgaben analysieren

Nun gilt es, deine Konsumausgaben (Nahrungsmittel, Benzin, Kleidung etc.) genau zu analysieren und eine grobe Richtgröße zu ermitteln.

Um hier einen möglichst realistischen Wert zu finden, kann es dir helfen, einige Wochen all deine Ausgaben genau zu dokumentieren.

So hast du einen perfekten Überblick und kannst gleichzeitig überprüfen, wo du eher „unnötige“ Ausgaben getätigt hast.

3. Pauschale für Konsum festlegen & Einnahmen/Ausgaben ausbalancieren

Anhand der Analyse deiner Konsumausgaben legst du nun eine Pauschale fest, die dir monatlich maximal zur Verfügung steht.

Der entscheidende Schritt ist es, die Einnahmen- und Ausgabenseite jetzt perfekt auszubalancieren.

Dabei ist es essentiell wichtig, dich an diese Formel zu halten:

Fixkosten + Pauschale Konsumausgaben < 70% der Nettoeinkünfte

Die Summe deiner Fixkosten und Konsumausgaben darf also maximal 70% deiner Nettoeinkünfte betragen.

Dieser Aspekt ist DIE Basis des 3-Konten-Modells, damit du jeden Monat garantiert einen Überschuss von mindestens 30% erzielst.

Wenn die Rechnung bei dir noch nicht in der Form aufgeht, musst du versuchen, an jeder der drei Stellschrauben zu drehen.

Der leichteste Ansatz ist die Reduzierung deiner Konsumkosten-Pauschale.

Hier verschwendet man gewöhnlich am meisten Geld, da es immer nur „kleine Beträge“ sind, die scheinbar nichts ausmachen.

Ein Coffee to go hier, eine Pizza vom Lieferservice da, Markenprodukte wo es eigentlich auch das NoName-Produkt tun würde – die Einsparmöglichkeiten sind oft viel größer, als du denkst.

Auch einige Fixkosten sind nicht selten optimierbar.

Ob es nun der Stromanbieter, der Handytarif oder Versicherungen sind – durch eine genaue Überprüfung kannst du oftmals einige 100€ pro Jahr sparen.

Und natürlich kann es auch auf der Einnahmenseite Optimierungsmöglichkeiten geben:

Ein Jobwechsel, eine Nebentätigkeit, das genaue Überprüfen deiner Sozialleistungs-Ansprüche oder der Aufbau eines „eigenen Businesses“ – mit Kreativität und ein paar Prozent mehr „Leistungsbereitschaft“ ist auch hier eine Menge möglich.

Du kannst mit deiner Finanzplanung erst zum nächsten Schritt übergehen, wenn du den Mindestüberschuss von monatlich 30%  erreicht hast.

4. Einrichtung Daueraufträge für 2 separate Konten

Der nächste Schritt ist jetzt, die „freigelegten“ 30% zu verwalten.

Dazu empfehlen wir dir die Eröffnung von zwei separaten Konten, sodass du insgesamt über drei Konten verfügst.

Das Konto, auf das all deine Einkünfte eingehen, wird zu deinem Hauptkonto. Mit diesem deckst du sowohl deine Fix- als auch Konsumkosten.

Außerdem richtest du auf diesem zwei Daueraufträge auf deine weiteren Konten ein.

20% deiner Monatseinkünfte sollen automatisiert auf ein sogenanntes „Vermögensaufbau-Konto“ überwiesen werden.

Dieses sollte möglichst ein Tagesgeldkonto sein, zu dem du weder eine Giro- noch Kreditkarte hast, damit du es nicht spontan „aus einer Laune heraus“ anrühren kannst.

Die restlichen 10% überweist du dir automatisiert auf das „Spaßkonto“. Dieses kann gerne ein ganz normales Girokonto sein (möglichst kostenlos!).

Das Geld auf dem Spaßkonto ist dein monatliches Budget für allen „Luxus“ wie Eintritte für Events, Restaurantbesuche etc.

Mit diesem „Spaßkonto“ hast du jetzt einen genauen Überblick, was du dir an Luxus jeden Monat wirklich „leisten“ kannst. Selbstverständlich musst du das Budget nicht jeden Monat voll ausreizen und kannst auch einige Zeit auf etwas „größeres“ sparen.

5. Verwaltung Vermögensaufbau-Konto

Das mit 20% deiner Nettoeinkünfte besparte Vermögensaufbau Konto nutzt du zweigeteilt: Ein Teil davon fließt in Investments, während der andere Teil zum Liquiditätsaufbau verwendet wird.

Für Investments eignen sich vor allem monatliche Ansparpläne, insbesondere auf ETFs. Wie genau du hier vorgehen musst haben wir für dich im Artikel „Pay yourself first – Wie du auch mit wenig Geld ein großes Vermögen aufbaust“ behandelt.

Natürlich ist aber auch, je nach deinen Vorlieben, Fähigkeiten und deiner Finanzstärke – ein systematisches Investieren in Aktien, Gold, Bitcoins oder (wenn du enorm vermögend bist) Immobilien möglich.

Neben deinen Investments ist es ebenso wichtig, dir systematisch einen Liquiditätsbestand, also jederzeit verfügbares Geld, aufzubauen.

Sowohl als Rücklage für besondere, unvorhergesehene Ausgaben als auch um die Möglichkeit zu haben, in Phasen größerer Marktkorrekturen antizyklisch investieren zu können, kann ein solider Cashbestand sehr sinnvoll sein.

Untenstehend haben wir für dich ein Schema erstellt, wie das 3-Konten-Modell funktioniert:

Der Hintergrund: 3 Gründe, warum das System so gut funktioniert

Im Endeffekt sind Spar-Strategien ziemlich ähnlich zu Diäten: Sie sind nur so gut wie ihre Umsetzbarkeit.

Eine neue Diätform kann noch so ausgeklügelt sein – wenn es für den Durchschnittsbürger kaum möglich ist, sich an die Vorgaben zu halten, wird sie nicht funktionieren.

Ähnlich ist es beim Sparen. Wenn man permanent „verzichten“ muss und sich insbesondere der „schönen Dinge“ beraubt, wird schnell die Motivation sinken.

Das 3-Konten-Modell funktioniert erwiesenermaßen bei fast jedem erstaunlich gut. Doch warum?

Vor allem 3 Gründe sind dafür entscheidend:

1. Keine echte Disziplin erforderlich

Egal  in welchem Bereich: Erfolgreichen Menschen wird oft ein hohes Maß an „Disziplin“ nachgesagt.

Auch beim Sparen heißt es schnell: „Der geht sehr diszipliniert mit seinem Geld um!“

In Wahrheit sind aber nur ganz wenige Menschen wirklich von Natur aus diszipliniert. Das Geheimnis sind stattdessen Gewohnheiten und Automatismen.

Und genau hier macht es einem das 3-Konten-Modell sehr einfach.

Dadurch, dass die 30% des Nettoeinkommens per Dauerauftrag automatisch jeden Monat auf die beiden anderen Konten abgebucht werden, kann man sich kaum „dagegen wehren“ effektiv zu sparen.

2. Effizientere Ressourcenverwendung beim Konsum: Parkinsonsches Gesetz

Du kennst es vielleicht von Prüfungsterminen oder Deadlines für Abgaben: Umso knapper die Zeit wird, desto effizienter und zielgerichteter arbeitet man.

Hast du nur noch ein paar Stunden, um die letzten 10 Seiten für eine Klausur zu lernen, wirst du sicherlich nicht aller paar Minuten auf dein Handy schauen.

Ist der entscheidende Tag jedoch erst in mehreren Wochen, ist der Fokus selten genauso hoch.

Dieses Phänomen bezeichnet man als „Parkinsonsches Gesetz“.

Ähnlich ist es beim Geld: Hast du mehr als genug für die täglichen Ausgaben wie Nahrungsmittel zur Verfügung, ist man an vielen Stellen etwas großzügiger zu sich selbst oder schlicht weg fauler (Lieferservice-Essen etc.)

Die Krux dabei ist, dass solche Ausgaben selten wirklich deine Lebensqualität erhöhen, sondern du einfach viel öfter nachlässiger bzw. verschwenderischer bist.

An diesem Punkt setzt das 3-Konten-Modell an:

Dadurch, dass du aufgrund der Daueraufträge auf die anderen Konten nur 70% für Konsumausgaben zur Verfügung hast bist du quasi gezwungen, nicht zu verschwenderisch zu sein und die eigentlich unnötigen Ausgaben wegzulassen.

Du machst dir damit sozusagen das „Parkinsonsche Gesetz des Geldes“ zu Nutze.

3. Motivation und Wertschätzen von Luxus

Bei der Vorstellung des Systems hast du dich vielleicht gefragt, warum wir es nicht bei 2 Konten belassen haben, also nur ein Konsum – und ein Vermögensaufbaukonto.

Warum wird nochmal ein extra Spaß-Konto eingerichtet?

Es dient vor allem der Motivation und der klaren Trennung von „essenziellen“ Ausgaben (z.B. Miete oder Nahrungsmittel) und „Luxus“ (Kino etc.).

Man belohnt sich quasi jeden Monat für sein erfolgreiches Umsetzen der Vorgaben und nimmt den Luxus dadurch viel bewusster wahr.

Man kann nun ohne schlechtes Gewissen sich „etwas leisten“ und weiß dabei genau, dass es den Finanzen nicht schlecht tut.

Im besten Fall kann das Sparen so sogar die Lebensqualität erhöhen.

Ein guter Vergleich ist auch hier wieder eine Diät:

Wenn man nur eine bestimmte Anzahl an Kalorien essen darf und über den Tag die „essenziellen“ Mikronährstoffe durch Obst und Gemüse abgedeckt hat sowie ausreichend komplexe Kohlenhydrate und Protein zugeführt hat, kann man sich am Abend auch eine kleine Leckerei innerhalb der Kalorienrestriktion erlauben die nicht ganz so „gesund“ ist.

Das Ziel der Gewichtsabnahme wird man dennoch erreichen. Und genauso wird man auch einen guten Vermögensaufbau trotz des ein oder anderen Luxus` im Rahmen des Spaß-Budgets erzielen.

Fazit

Das 3-Konten-Modell ist das wohl beste System, um die perfekte Balance zwischen Lebensqualität und wirkungsvollem Vermögensaufbau zu erreichen.

Es hält dich dazu an, dein Konsumverhalten zu optimieren und teilweise sogar Wege zu finden, dein Einkommen zu erhöhen.

Besonders durch die eingerichteten Daueraufträge ist es quasi „unmöglich“, dass du mit der Strategie scheiterst.

Und auch psychologisch ist es sehr motivierend:

Man sieht nun jeden Monat, warum man an der ein oder anderen Stelle verzichtet bzw. härter arbeitet.

Das Vermögen wächst Monat für Monat und man kann sich ohne schlechtes Gewissen ab und zu etwas schönes gönnen.

Aus diesen Gründen können wir dir wärmstens empfehlen, deine Finanzen in Zukunft nach diesem System zu organisieren.

Über Jahre angewendet ist es der nahezu garantierte Weg zur finanziellen Freiheit.

Zum Abschluss haben wir für dich noch ein passendes Zitat von Henry Ford, dem Gründer der weltbekannten Automarke und Erfinder der Fließbandfertigung:

„Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.“ 


Großes Haus auf dem Land

(Alb-) Traum Eigenheim - Warum es dich deinen Wohlstand und deine Freiheit kostet

Ein „sicherer“ Job, Kinder und ein eigenes Haus.

Für die meisten Menschen sind das DIE Lebensziele überhaupt.

Absolute Jobsicherheit ist zwar heutzutage sehr selten, doch hat man dies erst einmal erreicht, gibt es kaum etwas beruhigenderes.

Auch dass zu einem erfüllten Leben Kinder gehören, ist für viele von uns ohne Wenn und Aber unstrittig.

Und ein Eigenheim? Der Traum von den „eigenen vier Wänden“ ist so tief in den meisten von uns verankert, dass man hier gar nicht weiter hinterfragt.

Auf den ersten Blick scheinen die Argumente auch schlüssig.

Keine Mietausgaben mehr, Unabhängigkeit von Vermietern und deren Mieterhöhungen, Altersvorsorge, Sicherheit und eine scheinbar sinnvolle Immobilieninvestition.

Dazu hört man überall, es wäre gerade die richtige Zeit, um vom „historisch niedrigen Zinsniveau“ zu profitieren.

Scheinbar ist ein Eigenheim also genau das, worauf man hinarbeiten sollte.

Warum aber spricht dann ein Weltklasse-Finanzexperte wie Gerald Hörhan von einem der größten „Finanzirrtümer der Mittelschicht“?

Fast jedes Eigenheim ist zu einem großen Teil fremdfinanziert, wird also über einen Bankkredit realisiert.

Viele stellen die simple Gleichung auf, dass man mit einem Eigenheim, statt jeden Monat Geld für Mietzahlungen zu „verbrennen“, die Kreditraten abzahlt und so nach circa 25-30 Jahren perfekt fürs Alter vorgesorgt hat.

Was zunächst erst einmal logisch klingt, ist auch unserer Meinung nach ein gravierender Trugschluss, durch den schon viele Familien ihren Wohlstand und ihre Freiheit verloren haben.

Warum, wollen wir dir anhand eines konkreten Rechenbeispiels aufzeigen.

Das Praxisbeispiel: Eigenheim auf Kredit vs. Wohnen zur Miete

Damit du genau siehst, welcher Unterschied in puncto Vermögensaufbau bzw. Wohlstand zwischen den beiden Varianten liegt, rechnen wir die einzelnen Szenarien Schritt für Schritt anhand realer Fakten durch.

Als Vertreter für die Variante „Eigenheim auf Kredit“ haben wir eine Baufinanzierung einer großen deutschen Direktbank ausgewählt, welche detailliert alle Konditionen aufzeigt.

Für die Variante „Wohnen zur  Miete“ gehen wir vom deutschlandweiten Kaltmietedurchschnitt von 6,50€ pro qm aus.

Hierbei ist noch anzumerken, dass die meisten Eigenheime in eher ländlichen Regionen gebaut werden, wodurch diese für Großstadtverhältnisse recht niedrig erscheinende Miete aus unserer Sicht durchaus repräsentativ ist.

Da sowohl bei einem Eigenheim als auch einer Mietwohnung Kosten für Heizung und Strom anfallen und bei gleicher Größe diese sehr ähnlich sein werden, betrachten wir den Punkt „Wohn-Nebenkosten“ als neutral.

Eigenheim auf Kredit

Das „Beispiel-Eigenheim“ hat eine Wohnfläche von 120 qm und eine Gartenfläche von 100 qm.

Der durchschnittliche Kaufpreis von Wohnfläche beträgt 1750€/qm, von Gartenfläche 150€/qm.

Somit erhalten wir als Basisbetrag ohne Nebenkosten einen Kaufpreis von:

120 x 1750€ + 100 x 150€ = 225 000€

Hinzu kommen:

– Grunderwerbssteuer von 3,5% = 7 875€

– Maklercourtage von 7% = 15 750€

– Notarspesen von 1,5% = 3 375€

Gesamtkosten: ca. 250 000€

Diese Summe ist für die wenigsten Familien zu 100% finanzierbar.

Deshalb wird nahezu jedes Eigenheim über einen Bankkredit realisiert.

Bei der einer großen deutschen Direktbank würde eine solche Baufinanzierung folgendermaßen aussehen:

In diesem „repräsentativen Beispiel“ werden bis 60% des Kaufpreises finanziert und es wird von einer Finanzierungssumme von 150 000€ ausgegangen.

Dementsprechend beläuft sich der durch Eigenkapital zu erbringende Betrag auf 40% bzw. 100 000€, womit wir, wie bei unserem „Beispiel-Eigenheim“, eine Gesamtsumme von 250 000€ erhalten.

Der Kredit hat eine Laufzeit von 26 Jahren und 7 Monaten, aufgeteilt auf 319 Monatsraten.

Bewusst wird hier von einer „anfänglichen monatlichen Rate“ von  581,25€ gesprochen.

Dieser Aspekt hat mit der angegebenen Zinsbindung von 10 Jahren zu tun, d.h. der verhältnismäßig niedrige Zins von 1,69% ist nur für die ersten 10 Jahre garantiert.

Warum dieser Punkt so eine große Bedeutung hat, erklären wir dir weiter unten detailliert.

Unter dem Strich „kostet“ der 150 000€ Kredit ca. 185 390€, womit wir bei einer Gesamtinvestition für unser Eigenheim von 285 390€ sind.

Zusätzlich kann man davon ausgehen, dass durchschnittlich knapp 1% des Kaufpreises pro Jahr (hier: knapp 2500€) für „Folgekosten“ wie z.B. Handwerkerleistungen, Gartenbewirtschaftung, Reparaturen oder Renovierungen aufgewendet werden müssen.

Dementsprechend müssen wir zu den monatlichen Raten von 580€ noch durchschnittlich 200€ hierfür einkalkulieren, womit wir bei 780€/Monat sind.

Wohnen zur Miete

Auch für diese Variante gehen wir von einer Wohnfläche von 120 qm aus.

Bei einer durchschnittlichen Kaltmiete von 6,50€/qm erhalten wir eine monatliche Miethöhe von 780€.

Dir fällt hier bestimmt direkt auf:

In Bezug auf die „monatlichen Kosten“ sind die beiden Varianten also gleichwertig.

Der große und entscheidende Unterschied ist jedoch, was mit den angesparten 100 000€ passiert ist.

In der „Eigenheim-Variante“ sind diese für den Eigenkapital-Anteil verwendet worden und somit direkt in der „Investition Eigenheim“ inbegriffen.

In der „Miet-Variante“ hingegen hast du die Möglichkeit, dieses Geld in andere Anlageklassen zu investieren.

Für dieses Szenario kalkulieren wir mit einer jährlichen Rendite von 6%, was auch ohne „Expertenwissen“ im Investmentbereich absolut realistisch ist, zum Beispiel durch Investitionen in ETFs.

Besonders mit so einer hohen Summe ist auch das Investieren in Einzelaktien eine extrem gute Alternative.

Wenn du dich in diesem Bereich gezielt weiterbildest, sind auch wesentlich höhere Renditen als 6% pro Jahr definitiv machbar.

Hierfür können wir dir unser kostenloses Ebook empfehlen, indem dir alle wichtigen Aspekte zur Aktienfindung und detaillierten Unternehmensbewertung verständlich erklärt werden.

Für den Vergleich „Eigenheim vs. Mieten“ kalkulieren wir jedoch vorsichtig und gehen von den besagten 6% aus.

Nach knapp 27 Jahren erhalten wir dann:

100 000€ x 1,0626,5    = 470 000€

Das Ergebnis

Ein 27 Jahre altes Mittelklasse-Haus oder 470 000€ – was ist dir lieber?

Nach den knapp 27 Jahren stehen sich diese beiden Resultate gegenüber.

Aus finanzieller Sicht ist klar, was die bessere Option ist:

Dein Vermögen wird mit 470 000€ signifikant höher sein als mit einem alten, „abgenutzten“ Haus.

Und auch wenn wir es weiter oben schon erwähnt haben, müssen wir nachdrücklich noch einmal hinzufügen:

470 000€ sind hier ein wirklich sehr „pessimistisch“ kalkulierter Wert, besonders für einen Investment-interessierten Menschen wie dich.

Würden wir von 8% ausgehen, würden wir bei ca. 750 000€ landen, bei 10% gar bei 1,25 Mio € …

Doch dieser schon so sehr drastische Vergleich ist noch längst nicht alles.

Auch wenn viele Eigenheim-Besitzer es nicht gern hören werden:

Die Contra-Argumente gegen „die eigenen vier Wände“ sind so vielfältig und erdrückend, dass es realistisch betrachtet hier einfach keine zwei Meinungen geben kann.

Zusammengestellt haben wir diese für dich in unserer Top 10.

Die Top 10 Argumente gegen ein Eigenheim

1. Flexibilität

Besonders in der heutigen Wirtschaftswelt ist Flexibilität für viele Berufe ein enorm wichtiger Punkt.

Eine Garantie, seinen Job quasi bis zur Rente an ein und demselben Ort ausüben zu können, gibt es quasi nirgendwo.

Doch genau diese Flexibilität geht einem Eigenheim ab. Allein der Verkauf zu einem angemessenen Preis kann sich über Monate erstrecken.

Hinzu kommen die auch beim Verkauf anfallenden Nebenkosten für Makler, Steuern und Notar, die ebenfalls einen erheblichen Teil deiner „Investition“ verschlingen.

Außerdem verliert man einen großen Anteil des Geldes, was man bereits in das Haus gesteckt hat.

Eine extra angefertigte Küche, angepasste Badmöbel oder die Gartengestaltung – all dies hat man in sein Haus „investiert“, was sich bei einem Verkauf jedoch kaum bis gar nicht auf den Wert der Immobilie auswirkt.

Die Folge: Während du beim Wohnen zur Miete relativ problemlos bei Bedarf umziehen kannst, bist du bei einem Eigenheim extrem gebunden und musst deine Karriere wohlmöglich deshalb limitieren – oder verlierst viel Geld bei einem frühzeitigen Verkauf.

2. Risiken, Abhängigkeit und psychischer Druck

Kauft man ein Eigenheim auf Kredit, begibt man sich in ein Abhängigkeitsverhältnis mit einem im Zweifel gnadenlosen Partner: einer Bank.

Man geht mit einem Kredit enorme Risiken ein, denn die Mietraten sind absolut bindend und es darf sich finanziell beim Kreditnehmer nichts verschlechtern.

Diese Risiken unterschätzt man instinktiv sehr schnell. Nach dem Motto „es wird schon gut gehen“ sind viele schon kräftig auf die Nase gefallen.

Ein paar potenzielle Gefahren:

– Du verlierst zeitweise deinen Job (oder dein Partner)

– Dein Gehalt wird gekürzt (oder das deines Partners)

– Du erkrankst, hast dadurch Lohnausfälle oder wirst sogar berufsunfähig

– Deine Eltern werden zum Pflegefall und du musst ein teures Pflegeheim bezahlen

All diese Fälle haben eines gemeinsam:

Deine Zahlungsfähigkeit und/oder Bonität verschlechtert sich.

In Folge darauf wird die Bank rigoros reagieren, da sich für sie „die Risikiodisposition verschlechtert hat“.

Daraufhin wird sie entweder die Zinsen erhöhen oder zusätzliches Eigenkapital einfordern. Oder beides.

Kannst du dieses nicht erbringen oder erachtet die Bank deine Bonität durch die Veränderung deiner finanziellen Situation generell als zu schlecht, droht schnell die Zwangsversteigerung deines Hauses.

Und das sicherlich nicht zum Höchstpreis. Und schon hat sich der Traum Eigenheim in einen Albtraum verwandelt.

Aus diesem Risiko kann ein unheimlicher psychischer Druck resultieren, da man permanent „liefern“ muss.

Auch das Thema Scheidung als Risikofaktor ist nicht zu vernachlässigen.

Fakt ist, dass 50% aller Ehen geschieden werden.

In diesem Fall muss das Haus entweder verkauft werden (wobei wieder die horrenden Nebenkosten anfallen) oder eine Seite muss die andere auszahlen.

Und das könnte wie du dir vorstellen kannst bei einem Wert von 250 000€ nicht ganz so problemlos für jeden sein …

3. Verfallende Zinsgarantie

Mit Slogans von der Art „Profitieren sie von historisch niedrigen Zinsen und erfüllen sie sich den Traum von den eigenen vier Wänden“ werben Banken derzeit vehement für ihre Baufinanzierungen.

Natürlich sind die Zinsen derzeit aufgrund des bei nahezu 0% liegenden Leitzinses im Verhältnis sehr günstig und ein Kredit damit etwas lukrativer als noch vor einigen Jahren.

Dies jedoch als entscheidendes Argument für ein Eigenheim zu verkaufen, ist völlig überzogen, da die Faktenlage wie wir bereits oben und in den nachfolgenden Punkten erläutern ganz klar dagegen spricht.

Was aber noch viel verwerflicher ist: Es wird überhaupt nicht kommuniziert, dass man nur 10 Jahre Anspruch auf diese „historisch niedrigen Zinsen“ hat.

Nur so lang gilt nämlich die Zinsbindung. Danach richten sich die Zinsen nach dem dann jeweils aktuellen Leitzins.

Und da der Leitzins derzeit wie gesagt auf einem kaum noch unterbietbaren Tiefststand ist, kann es dementsprechend nur noch schlimmer werden.

Dadurch „verschlimmert“ sich unser provokativer Vergleich nochmal:

Während die 470 000€ aufgebautes Vermögen in der „Miet-Variante“ eher vorsichtig angesetzt sind, ist das Kalkulieren mit der „anfänglichen monatlichen Rate“ schon der absolute Optimalfall.

Niemand kann seriös prognostizieren, wie sich der Leitzins die nächsten Jahrzehnte entwickeln wird.

Da aber „nach unten“ nicht mehr viel Spielraum ist, ist es wesentlich realistischer, dass das Zinsniveau perspektivisch wieder steigen könnte.

4. Immer stärker werdender Zinseszinseffekt nach Kreditabzahlung

Wie die beiden Szenarien nach Ablauf der regulären Kreditlaufzeit aussehen, haben wir dir oben gezeigt.

Der schon so große finanzielle Unterschied wird sich aber noch weiter vergrößern.

Grund dafür ist der Zinseszinseffekt.

Während das schon relativ alte und sicherlich abgenutzte Haus kaum signifikant im Wert steigen wird und eher sogar Wertverlust erleiden wird, verzinst sich das aufgebaute Vermögen in der „Mietvariante“ immer stärker.

Vielleicht hast du schon einmal den Spruch „Die letzten Jahre sind die fettesten!“ gehört.

Da das Vermögen von Jahr zu Jahr anwächst, nimmt auch die Rendite in absoluten Zahlen von Jahr zu Jahr immer mehr zu, da ein immer größer werdender Betrag verzinst wird.

Das Wachstum deines Vermögens beschleunigt sich also immer stärker, je länger der Anlagezeitraum ist.

Dieses mathematische Phänomen nennt man „exponentielles Wachstum“.

Was für ein großes Ausmaß dieses hat, unterschätzt man sehr häufig völlig.

Wenn wir ab dem Zeitpunkt der vollständigen Kreditrückzahlung weiterhin von einer jährlichen Rendite von 6% ausgehen, mit der sich die in der „Miet-Variante“ aufgebauten 470 000€ verzinsen, erhalten wir nach weiteren 15 Jahren:

1 126 382€.

Gut 40 Jahre nach dem hypothetischen „Startzeitpunkt“ hätten wir also folgende Situation, die noch einmal drastischer ist:

Der Eigenheimkäufer besitzt ein schon kräftig in die Jahre gekommenes Durchschnittshaus (sofern er dieses nicht schon durch eines der oben aufgezählten Risiken verloren hat), welches weiterhin laufende Instandhaltungskosten verursacht.

Der „Mieter“ hingegen ist mittlerweile zum Millionär geworden.

Eigentlich könnten wir hier enden, da schon jetzt die Negativseite eines Eigenheimkaufs prall gefüllt ist.

Jedoch sind die weiteren Argumente so gravierend, dass wir sie einfach nicht unerwähnt lassen können.

5. Jahrelanger Liquiditätsaufbau anstatt von sinnvollerem Vermögensaufbau

Viele Familien fassen schon früh den Entschluss, auf ein eigenes Heim hinzuarbeiten.

Um den Eigenkapitalanteil aufbringen zu können, sparen sie deshalb bis zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme den erforderlichen Betrag auf ihrem Bankkonto an.

Wenn wir bei unserem Beispiel bleiben und von 100 000€ Eigenkapital ausgehen, wäre ein Ansparzeitraum von circa 10 Jahren bzw. 10 000€ jährlicher Liquiditätsaufbau für die meisten Familien realistisch.

Es wird also vor dem Hintergrund des großen Traumes der „eigenen vier Wände“ bewusst oder unbewusst darauf verzichtet, lukrativere Formen des Vermögensaufbaus zu verfolgen.

Dadurch raubt man sich schon zu Beginn seiner „Anleger-Karriere“ viel Potenzial.

Hätte man die jährlich 10 000€ in Einzelaktien und ETFs investiert bei einer Rendite von 6% jährlich, hätte man nach 10 Jahren schon ein Vermögen von knapp 140 000€ aufgebaut.

Natürlich ist es auch möglich, dass man zuerst sein Geld in Aktien anlegt und hiermit das erforderliche Eigenkapital aufbaut, doch seien wir realistisch:

In den seltensten Fällen investieren Leute, die den Finanzirrtum des Eigenheims begehen, konsequent in Aktien oder andere sinnvolle Anlageklassen.

Häufig mangelt es hier einfach an dem Bewusstsein, was ein wirklicher Vermögenswert und was ein Konsumgut ist.

6. Betrachten von Ausgaben für das Haus als „Investitionen“

Hat man sich seinen großen Traum erst einmal erfüllt, ist das häufig erst der Anfang von finanziell völlig irrationalen Ausgaben.

Eine moderne Küche, individuell angepasste Badschränke oder ein Wintergarten:

Die Möglichkeiten, das Haus „aufzupeppen“, sind quasi unbegrenzt.

Selbstverständlich sind all diese Dinge schön und heben die Wohnqualität, jedoch schwächt jede dieser Aufwendungen die finanzielle Situation zusätzlich.

Das Hauptproblem liegt vor allem darin, dass die meisten Hausbesitzer derartige Ausgaben als „Investitionen“ ansehen und jeden so „angelegten Euro“ als sinnvoll betrachten.

Eine Investition zeichnet sich aber dadurch aus, dass die realistische Chance der Wertsteigerung besteht.

Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall:

Egal ob Küche, Badmöbel oder Wintergarten – sie alle unterliegen einem massiven Wertverfall.

Schon nach einigen Jahren haben sie nahezu keinen Einfluss mehr auf den tatsächlichen Immobilienpreis, wodurch das hier hereingesteckte Kapital quasi „verbrannt“ ist.

7. Die Illusion vom Eigentum

Diesen Punkt können wir kurz halten:

Schon die Bezeichnung „Eigenheim“ ist fast immer unzutreffend.

Bis der Kredit, mit dem das Haus finanziert wurde, vollständig zurückgezahlt wurde, gehört es zu dem jeweiligen Anteil faktisch der Bank.

Der „Traum von den eigenen vier Wänden“ erfüllt sich in der Realität also erst viel später, als man das gern wahrhaben wöllte.

8. Verleitung zum „zu großzügigen Wohnen“

Stell dir folgendes Szenario vor:

Herr und Frau Mustermann (beide beim Hauskauf 35 Jahre alt), haben drei Kinder, die zu diesem Zeitpunkt 7, 5 und 2 Jahre alt sind.

17 Jahre später zieht auch das jüngste Kind aus. Was denkst du, werden Herr und Frau Mustermann jetzt, im Alter von 52 Jahren, nun machen?

Möglichkeit 1: Sie verkaufen ihr nun für nur 2 Personen eigentlich viel zu großes Haus.

Möglichkeit 2: Sie bleiben in ihrem Heim, in das sie so viel Zeit, Geld und Mühen hineingesteckt haben und mit dem sie so viele schöne Erinnerungen verbinden.

Du wirst uns bestimmt zustimmen, dass das zweite Szenario wesentlich wahrscheinlicher ist.

Was rein emotional verständlich ist, ist der nächste schwerwiegende finanzielle Fehler:

Anstatt in eine kleinere, für ein Paar völlig ausreichende Wohnung zu ziehen, bleiben viele Menschen in ihrem nun übermäßig großen Haus.

Damit verzichtet man auf die Option, das Haus zu verkaufen und das damit erlöste Geld zu investieren und damit für das Alter vorzusorgen.

9. Versicherungskosten & außergewöhnliche Risiken

Hochwasser, ein durch einen Kurzschluss verursachter Brand oder Vandalismus:

Die Liste der potenziellen Risiken, die ein Eigenheim teilweise oder völlig zerstören können, ist sehr lang.

Um sich gegen all diese zu schützen, benötigt man eine sehr umfangreiche Versicherung, die dementsprechend teuer ist.

In manchen Gebieten, wo bestimmte „außergewöhnliche Naturkatastrophen“ keine Seltenheit sind, wird man einen solchen Versicherungsschutz kaum bekommen.

Vielleicht kannst du dich an die TV-Bilder der verzweifelten Menschen aus den Küstenregionen der USA erinnern, die durch einen Hurrican ihren gesamten Besitz verloren haben.

In den Medien wurde sogar dramatisch von ihrer „Existenz“ gesprochen.

Für einen Mieter sind derartige Risiken nicht weiter relevant, da dadurch verursachte Schäden an der Wohnung  vom Vermieter bzw. Immobilienbesitzer getragen werden müssen.

Zudem muss er sich auch um keine teuren Versicherungen kümmern, was ebenfalls Geld für zusätzlichen Vermögensaufbau oder den ein oder anderen zusätzlichen Luxus frei macht.

10. Folgekosten für Umbau auf altersgerechtes Wohnen

Auch wenn es keiner gern hören will:

Irgendwann ist jeder von uns alt und gebrechlich.

Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Nutzen einer Treppe ab einem bestimmten Alter keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Die Folge für einen Eigenheimbesitzer:

Das Haus muss altersgerecht umgebaut werden. Und das ist, wie du dir sicher vorstellen kannst, alles andere als billig.

Ganz schnell landet man hier in fünfstelliger Höhe.

Und was macht der schon sein Leben lang zur Miete wohnende Rentner?

Er zieht in eine Erdgeschosswohnung, womit das Problem viel unkomplizierter, schneller und vor allem günstiger gelöst ist.

Fazit

Oft hat die sogenannte „Schwarmintelligenz“ ihre Berechtigung, ist also das Handeln oder die Meinung eines Großteils aller Menschen richtig.

Beim Thema Eigenheim sieht es aber genau andersrum aus. Drücken wir es ganz drastisch aus:

Der Traum von den eigenen vier Wänden ist der größte Finanzirrtum der Mittelschicht.

Er ist einer der Hauptgründe, warum viele Menschen ihr Leben lang in finanzieller Abhängigkeit leben und niemals die Chance haben, tatsächlichen Wohlstand und Freiheit zu erlangen.


Mann vor Auto

Warum ein Auto doppelt soviel kostet wie du denkst

Das Auto – für den einen Statussymbol oder Leidenschaft, für andere nur Mittel zum Zweck.

Letztendlich ist es jedoch in den allermeisten Fällen vor allem eins: ein Gebrauchsgegenstand.

Und zwar der für die meisten Menschen wahrscheinlich teuerste überhaupt.

Grund genug für uns, dass wir das ganze Thema einmal aus finanzieller Sicht genauer für dich beleuchten.

Die Kosten eines Autos

Neben dem Anschaffungspreis, der deine liquiden Mittel sofort schmälert, verursacht das Auto nicht zu vernachlässigende laufende bzw. monatliche Kosten für Benzin, Versicherung und Reparaturen bzw. Wartungen.

Es gibt nahezu keine Einzelposition auf der Ausgabenseite, die deine finanzielle Situation so stark beeinflusst wie das Auto.

Die Entscheidungen, die du diesbezüglich triffst, sind für deinen Vermögensaufbau und damit letztendlich deinen Wohlstand sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft enorm bedeutend.

Jeder Euro, den du mehr in dein Auto steckst, ist ein Euro weniger, den du investieren kannst.

Der Unterschied zwischen Konsum- und Investitionsgut

Um es dir noch einmal zu verdeutlichen: Ein Auto ist ein Konsumgut und verliert permanent an Wert.

Man kann davon ausgehen, dass der Wert eines Autos im Durchschnitt nach 12 Jahren nur noch ca. 10% des Neupreises beträgt.

Jetzt könnte man meinen, dass ein Auto, welches 22 000€ kostet, dein Vermögen in den nächsten 12 Jahren um 20 000€ zuzüglich der erwähnten laufenden Kosten verringert.

Dabei wird aber eines nicht beachtet: Während Konsumgüter wie eben ein Auto im Wert fallen, steigern Investitionsgüter wie Aktien in der Regel auf kurz oder lang ihren Wert.

Und von diesen kannst du durch den Kauf ein Autos damit weniger kaufen.

Dazu ein kleines Rechenbeispiel:

Angenommen, du kaufst dir jetzt ein neues Auto für 22 000€ und ein Freund von dir kauft sich dasselbe Modell, nur als vier Jahre alten Gebrauchtwagen für 11 000€ (ein Auto verliert in der Regel in den ersten 4 Jahren 50% seines Wertes).

In 12 Jahren wird dein Auto nur noch ca. 2000€ wert sein, das deines Freundes ist dann nahezu wertlos.

Jedoch hat er die 11 000€, die er weniger für sein Auto ausgegeben hat, damals in Aktien investiert und eine durchschnittliche Rendite von jährlich 6% erzielt, was wie die Vergangenheit zeigt, mehr als realistisch ist.

Nach den 12 Jahren sind, dieser Rendite zu Grunde gelegt, aus seinen investierten 11 000€ ca. 22 000€ geworden.

Die Abschreibung eines Autos – Die entscheidende Größe

Halten wir fest: Ihr habt beide 12 Jahre dasselbe Auto gefahren mit dem einzigen Unterschied, dass deines ein Neu – und das deines Freundes ein Gebrauchtwagen war.

Jedoch sind von deinen anfänglichen 22 000€ nur noch 2000€ übrig, während dein Freund durch das Investieren des gesparten Geldes wieder über die Ausgangssumme verfügt.

Seien wir ehrlich: Es hat keinen riesigen Einfluss auf deine Lebensqualität, ob dein Auto ein Neuwagen oder 4 Jahre  alt ist.

Ob die Abschreibungssumme aber 20 000€ oder 11 000€ und du dadurch nach 10 Jahren 20 000€ mehr oder weniger hast,  ist ein gewaltiger Unterschied.

Die Top 5 Checkliste vor dem Autokauf

Eines musst du dir beim Thema Auto immer vergegenwärtigen: Es ist und bleibt nur ein Gebrauchsgegenstand.

Wenn es dein Ziel ist, dass du sowohl kurz- als auch langfristig finanziell gut aufgestellt bist, solltest du diesbezüglich die folgenden Grundsätze beachten:

1. Brauchst du WIRKLICH ein Auto?

Überlege zunächst, ob du überhaupt wirklich ein Auto brauchst.

Besonders für Menschen, die in Großstädten bzw. Städten mit einem gut ausgebauten Nahverkehrsnetz leben, sind nahezu alle Wege relativ problemlos zu bewältigen.

Zudem sind auch längere Reisen durch Mitfahrgelegenheiten, Fernbusse bzw. die Deutsche Bahn oft realisierbar.

Uns ist bewusst, dass nicht jeder auf ein Auto verzichten kann, vor allem wenn man in eher ländlichen Gebieten lebt.

Wenn du jedoch auch andere Lösungen finden kannst, solltest du abwägen.

Ist dir die „Bequemlichkeit“ wirklich so enorm viel Geld wert?

Anders gesagt: Das Verzichten auf ein Auto und die damit verbundenen Anschaffungs – und Haltungskosten wird definitiv deine finanzielle Situation stark verbessern.

Mit den gesparten Kosten für ein Auto hast du nicht nur mehr Geld zum Investieren und damit für den Vermögensaufbau, sondern kannst außerdem auch noch mehr Geld in andere Bereiche stecken, die deine Lebensqualität erhöhen, wie z.B. Reisen.

2. Maximales Kaufpreis-Budget festlegen

Bist du zu dem Entschluss gekommen, dass du auf ein Auto angewiesen bist? Dann überlege dir genau, was du dir leisten kannst.

Es macht schlicht und ergreifend wirtschaftlich keinen Sinn, dass du dich wegen deinem Auto finanziell in Schwierigkeiten bringst.

Ein guter Richtwert ist unserer Meinung nach, dass der Anschaffungspreis deines Autos nicht höher als sechs Netto-Monatsgehälter sein sollte.

3. Kaufe niemals einen Neuwagen!

Vor allem in den ersten Jahren ist der Wertverlust bzw. die Abschreibung eines Autos am größten.

Der Nutzenunterschied zwischen einem Neu- und Gebrauchtwagen steht in keinem Verhältnis zum finanziellen Unterschied.

Deshalb halten wir es für am sinnvollsten, wie im vorherigen Beispiel einen 4- bzw 5-Jahreswagen für ca. 50% des Neupreises zu kaufen.

4. Laufende Kosten

Achte auf die laufenden Kosten deines Autos!

Du solltest nicht nur die Anschaffungspreise vergleichen, sondern auch die zu erwartenden laufenden Kosten.

Beispiel: Dir gefällt ein Modell von Alfa Romeo und eines von BMW.

Wenn der Alfa Romeo 3000€ günstiger ist mag das zunächst erstmal ein Kaufgrund sein.

Beachte aber, dass hohe Spritkosten, Reparaturen und eine kürzere Lebensdauer im Endeffekt viel teurer sein können als der Unterschied im Kaufpreis.

5. Kein Raten- und Leasingkauf

Kaufe dein Auto weder auf Raten, noch lease es!

Ratenkäufe und Leasing lassen ein Auto günstiger und „finanzierbarer“ erscheinen, als es tatsächlich ist.

Das kann dich dazu verleiten, dir ein Auto zu kaufen, welches du dir eigentlich gar nicht leisten kannst.

Im Endeffekt handelt es sich hierbei um nichts weiter als Konsumschulden, die du unbedingt vermeiden solltest (und das nicht nur beim Auto sondern bei generell allen Konsumgütern wie Fernsehern, Möbeln etc.).

Sie machen dich finanziell abhängig und haben nicht wenige schon in den Bankrott getrieben.

Fazit

Zusammenfassend wollen wir also folgendes festhalten:

Unbestreitbar macht ein Auto den Alltag bequemer und kann damit deine Lebensqualität erhöhen.

Nicht selten ist man schlichtweg auch einfach darauf angewiesen.

Letztendlich solltest du dir jedoch immer im Klaren sein, welche Auswirkungen ein Auto sowohl kurz- als auch langfristig auf deine Finanzen hat.

Deshalb solltest du genau abwägen, was unter dem Strich wirklich sinnvoll für dich und deine Ziele ist.

Wenn du die obigen fünf Grundsätze vor deinem Kauf beachtet hast, steht dem Fahrvergnügen nichts mehr im Weg!


Kuchendiagramm zur Kapitalaufteilung

Geldanlage - So solltest du dein Vermögen aufteilen!

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So lautet die Verzinsung, die man heutzutage üblicherweise bei nahezu allen Banken auf sein Giro- bzw. Tagesgeldkonto erhält.

Dennoch haben sehr viele Menschen nahezu ihre kompletten Ersparnisse auf solch einem unverzinsten Konto.

Kein Investieren = Kein Risiko? – Im Gegenteil!

Doch woran liegt das? In erster Linie wissen viele Menschen einfach nicht, was sie stattdessen machen sollen und belassen es deshalb lieber bei der „sicheren“ Variante.

Jedoch muss man hier ganz klar sagen: Das einzige, was dabei sicher ist, ist dass deine Ersparnisse von Jahr zu Jahr durch die Inflation schrumpfen.

Legt man eine Inflationsrate von durchschnittlich 2% pro Jahr zugrunde, ist dein Geld in 35 Jahren nur noch die Hälfte wert.

Es bedarf also einer anderen Strategie – und diese ist unserer Meinung nach eine individuelle, auf dein Vermögen und deine Risikofreudigkeit angepasste Kapitalaufteilung.

Das Ergebnis sollte dein persönliches Portfolio sein, welches sowohl genug Absicherung gewährleistet als auch viel Potenzial in sich birgt.

Um dahin zu gelangen sollen dir die folgenden drei Schritte einen Leitfaden geben:

3 Schritte zur perfekten Vermögensaufteilung

Schritt 1: Gesamtüberblick & Basisabsicherung

Zuallererst solltest du dir einen Überblick darüber verschaffen, wie hoch dein derzeitiges Vermögen insgesamt ist.

Beziehe hierbei wirklich alle Aspekte mit ein, also neben den liquiden Mitteln auf allen Konten oder dem Sparbuch bzw. Bargeld auch bestehende „Investment-Produkte“ wie z.B. Bausparverträge, Investmentfonds oder Lebensversicherungen.

Nachdem du alles aufsummiert hast, solltest du einen Betrag festlegen, der deine „eiserne Reserve“ ist.

Diese sollte so hoch, dass du mit ihr deine gesamten Lebenshaltungskosten von 3 Monaten decken kannst.

Es empfiehlt sich, jenen Betrag auf einem separaten Konto anzulegen, welches du unter keinen Umständen anrührst.

Der Hintergrund dafür ist, dass du für den absoluten Notfall, z.B. ein Jobverlust oder der Wegfall vom Bafög, über eine ausreichende finanzielle Absicherung verfügst.

Schritt 2: Altlasten beseitigen und Liquiditätshöhe festlegen

Alles, was über deine „Notfallabsicherung“ hinausgeht, gilt es nun neu zu strukturieren.

Dabei ist vor allem wichtig, zuerst den „Müll“ zu beseitigen. Bausparverträge oder Lebensversicherungen sind Finanzprodukte, die völlig unlukrativ und in der Regel in Bezug auf ihre Kostenstruktur und Ausgestaltung intransparent und hochkomplex sind.

Ähnlich verhält es sich mit aktiv gemanagten Investmentfonds.

Wir hoffen, dass du kein derartiges Produkt besitzt.

Solltest du aus der Vergangenheit jedoch noch über ein solches verfügen, raten wir dir dringend, es falls dies ohne riesige Abschläge möglich ist, aufzulösen. Nahezu jede andere Art der Geldanlage ist sinnvoller.

Grundsätzlich hat Liquidität, also sofort verfügbares Geld auf beispielsweise einem Giro- oder Tagesgeldkonto, durchaus seine Wichtigkeit.

Zum einen verfügst du dadurch über die Möglichkeit, im Falle eines Börsencrashs oder wenn sich anderweitig lukrative Einstiegszeitpunkte bei einzelnen Aktientiteln ergeben „billig zu kaufen“.

Zum anderen vermeidest du es, aufgrund von Geldknappheit Aktien oder andere Wertpapiere (zu billig) verkaufen zu müssen.

Wir halten deshalb einen Liquiditätsanteil von 20-40% für sinnvoll.

Wie hoch dieser genau ausfällt hängt von deiner persönlichen Risikofreudigkeit ab.

Umso mehr Geld du zum Investieren bereitstellst, desto stärker kannst du dein Vermögen vermehren.

Schritt 3: Investieren

Der finale Schritt ist nun, die verbleibenden 60-80% deines Gesamtvermögens abzüglich der Notfallabsicherung zu investieren.

Dabei ist die Ausgestaltung dessen entscheidend davon abhängig, wie hoch dein Gesamtvermögen ist.

Wichtig ist, dass du eine ausreichend gute Diversifikation hast, d.h. du nicht zu stark von einem einzelnen Element, wie z.B. Aktien von nur einem Unternehmen abhängig bist.

So ist dieser Aspekt auf die jeweiligen Anlageklassen anzuwenden:

Passiv gemanagte Fonds/ ETFs

Passiv gemanagte Fonds bzw ETFs sind besonders für „Einsteiger“ hervorragend geeignet.

Sie bilden in der Regel ein breites Spektrum ab, wodurch du bereits mit wenig Geld eine hervorragende Diversifikation erreichen kannst.

So gibt es beispielsweise die sogenannten „Indexfonds“, die die komplette Wertentwicklung eines ganzen Index wie dem DAX oder dem MSCI World abbilden.

Du kaufst also damit quasi mit nur einem Fondanteil mehrere Dutzend, im Falle des MSCI World über 1000 Einzelaktien.

Darüber hinaus gibt es auch ETFs auf diverse andere Anlageklassen wie Rohstoffe (z.B. Öl), Währungen oder Anleihen.

Neben der guten Möglichkeit der Diversifikation auch ohne viel Geldeinsatz haben sie noch einen weiteren Vorteil:

Wie es die Bezeichnung schon vermuten lässt, werden sie nicht aktiv von einer Investmentgesellschaft verwaltet und haben somit relativ niedrige Kosten.

Außerdem erfordern ETFs kein allzu großes „Detail-/Expertenwissen“, wie es beispielsweise bei Einzelaktien oder Immobilien von Nöten ist.

Einzelaktien

Die unserer Meinung nach spannendste und potenziell lukrativste, jedoch auch riskanteste Form der „grundlegenden“ Anlageklassen (mal abgesehen von hochspekulativen Assets wie Optionen oder Futures) ist ohne Zweifel die Einzelaktie.

Mit Aktien erwirbt man Anteile der jeweiligen Unternehmen und kann so an deren Entwicklung teilhaben.

Der Clou bei Einzelaktien ist, dass sie ein enormes Potenzial haben, das heißt, dass zwei -, teilweise sogar dreistellige Renditen durchaus in nicht allzu langer Zeit möglich sind.

Demgegenüber können Einzelaktien jedoch auch in relativ kurzer Zeit sehr stark im Wert fallen.

Um hier also langfristig Erfolg zu haben, musst du zum einen potenziell interessante Titel zunächst einmal finden und danach sehr starken Wert auf die Analyse des jeweiligen Unternehmens legen.

Zur Technik der Aktienfindung-/ und bewertung haben wir ein kostenloses eBook erstellt. Du kannst es dir auf unserer Homepage herunterladen.

Damit du auch hier eine gewisse Diversifikation erreichst empfehlen wir dir, dein Aktienportfolio mit mindestens 5 Einzelwerten zu bestücken.

Weiterhin sollte dein Investitionsvolumen pro Einzelwert mindestens 1000€ betragen, damit die Transaktionskosten im Verhältnis nicht zu stark ins Gewicht fallen.

Da allein der Anteil an Einzelaktien somit mindestens 5000€ beträgt, empfehlen wir ein Investment in dieser Anlageklasse ab einem Gesamtvermögen von 15 000€.

Edelmetalle – Gold

In jedes gut diversifizierte Portfolio gehört immer auch ein gewisser Anteil von Edelmetallen, da sie ein gutes „Gegengewicht“ zum Kapitalmarkt darstellen.

Die üblichsten Edelmetalle zur Kapitalanlage sind Silber, Palladium und natürlich Gold.

Der Anteil an Gold in deinem Portfolio sollte ca. 10-15% betragen

Immobilien

Immobilien ist die kapitalintensivste Anlageklasse.

Hier ist ein Investment erst ab einem Volumen im mittleren bis hohen 5-stelligen Bereich möglich, und dabei reden wir nur über den Erwerb von einer einzigen Immobilie.

Zweifelsohne weist ein Investment in Immobilien viele Vorteile, jedoch auch einige Risiken auf und ist grundlegend eher für finanzstarke Investoren geeignet.

Wir empfehlen daher, ein Investment in Immobilien erst ab einem Gesamtvermögen von mindestens 500 000€ in Betracht zu ziehen.

Nach dieser Vorstellung der einzelnen Anlageklassen wollen wir dir nun abschließend drei Beispiele geben, wie deine persönliche Kapitalaufteilung (nach Abzug der „Notfallabsicherung“) aussehen könnte:

Kapitalaufteilung 10000€

Kapitalaufteilung 20000€

Kapitalaufteilung bei 60000€

Wir hoffen, dir mit diesem Artikel einen guten Einblick gegeben zu haben, wie du dein Vermögen aufteilen und strukturieren kannst.

Weitergehende Fragen kannst du gern in den Kommentaren stellen.


langfristiger Vermögensaufbau

Pay yourself first - Wie du auch mit wenig Geld ein großes Vermögen aufbaust

Konfuzius, der bedeutendste chinesische Philosoph aller Zeiten, verfügte zu seinen Lebzeiten vor ca. 2500 Jahren trotz seiner Weisheit sicherlich nicht über fundiertes Investmentwissen.

Trotzdem ist eines seiner zeitlosen Zitate der Grundansatz der womöglich effektivsten und einfachsten Investmentstrategie überhaupt.

Von Natur aus sind alle Menschen gleich, erst Gewohnheiten entfernen sie voneinander.

Gewohnheiten machen uns zu dem, was wir sind. Im positiven wie im negativen Sinne.

Gesunde Ernährung, regelmäßiges Sporttreiben oder ständige Weiterbildung auf der einen, Rauchen, Pessimismus oder permanente Geldverschwendung auf der anderen Seite.

All das sind im Endeffekt Gewohnheiten, die oft unterbewusst passieren und fast schon automatisch unser Leben prägen.

Die logische Schlussfolgerung für deine Finanzen ist dementsprechend:

Setze auf positive Gewohnheiten! Die aus unserer Sicht beste finanzielle Gewohnheit:

Pay yourself first! – Doch was genau hat es damit auf sich?

Die beste Vermögensaufbau-Strategie auf lange Sicht

Die Einstellung „… ich achte schon darauf, Geld für später zur Seite zu legen“  hört sich zwar gut an, aber wirklich effektiv ist sie nicht.

Automatisiert einen festgelegten Anteil des monatlichen Einkommens investieren bzw. sparen. Das ist der Schlüssel, um wirklich langfristig ein großes Vermögen aufzubauen.

Die Folge dieser Strategie ist, dass dein Vermögen ohne dass du dich „dagegen wehren“ kannst Monat für Monat anwächst.

Das klingt erstmal einfach und fast schon zu schön, um wahr zu sein.

Tatsächlich gibt es unserer Meinung nach keine andere Strategie, wo „Einfachheit“ bzw. praktische Umsetzbarkeit, auch für Nicht-Finanzexperten, und langfristiger Erfolg in einem so guten Verhältnis zueinander stehen.

Einige essenzielle Grundsätze musst du dennoch beachten.

3 Schritte zum perfekten monatlichen Ansparplan

1. Schritt

Mache dir bewusst, wie hoch die Summe ist, die du jeden Monat investieren bzw. sparen willst.

Wie wir schon in unserem Vermögensaufbau Quick Start Guide erwähnt haben, sind 20% deines Netto-Monatsgehalts eine sehr gute Richtgröße.

2. Schritt

Bist du zunächst der Meinung, dass du so viel nicht sparen kannst, weil sonst „das Geld nicht reicht“?

Das ist ein Problem, dessen Lösung nicht sein darf, weniger zu sparen.

Du hast zwei Optionen, so einfach es auch klingen mag: Mehr Geld verdienen – oder weniger ausgeben.

Eine Nebentätigkeit auf der einen Seite genauso wie eine ins Detail gehende Analyse deiner Ausgaben und deines Konsumverhaltens können genau das Kapital freimachen, welches dir für den Vermögensaufbau fehlt.

3.Schritt

Da nun gesichert ist, dass du jeden Monat genügend Geld zur Verfügung hast, geht es jetzt darum, dieses auch intelligent zu investieren.

Je nach deinen Vorlieben, vor allem aber deinen Investmentfähigkeiten, empfehlen wir zwei verschiedene Varianten (wobei auch eine Mischlösung durchaus sinnvoll sein kann):

Einrichten eines sogenannten ETF-Sparplans – oder der periodisierte Erwerb von Einzelaktien.

Die richtige Investmentstrategie für dich

Bist du

  • noch eher unerfahren im Investmentbereich
  • hast wenig Zeit, dich intensiv und permanent damit zu beschäftigen (bzw. willst diese Zeit nicht aufbringen)
  • hast außerdem nicht ganz so viel Geld zum Sparen zur Verfügung (<300€/Monat)?

Dann ist ein ETF (Exchange Traded Fund) – Sparplan genau das richtige für dich.

Dabei handelt es sich um eine Anlageform, bei der das Wertpapier nahezu 1:1 die Wertentwicklung eines bestimmten Indizes abbildet.

Das heißt, dass ein guter ETF auf beispielsweise den DAX in einem Jahr eine Wertsteigerung von 10% erzielt, wenn der Dax im gleichen Zeitraum um 10% gestiegen ist.

Solche Sparpläne kannst du schon ab einer monatlichen Sparsumme von 25€ einrichten.

Natürlich gibt es bei der Auswahl des perfekten ETFs wiederum eine Menge zu beachten.

Top 5 für deinen ETF-Plan

1. Auswahl der Indizes

Überlege dir zunächst genau, auf welchen Index (oder auch mehrere) du deine(n) ETFs erwerben willst.

Grundsätzlich empfehlen wir dir: Umso weniger verschiedene ETFs du erwerben willst, desto größer sollte das von dem jeweiligen Index abgebildete Spektrum sein.

Ein paar Beispiele

1 ETF: MSCI World („Weltindex des Aktienmarkts“, 1637 Aktien aus 23 Industrienationen)

3 ETFs: MSCI World, Dax, Dow Jones

5 ETFs: MSCI World, Dax, Nasdaq, Dow Jones, Emerging Markets

2. Renommierte Investmentgesellschaft

Achte darauf, einen ETF von einer großen und guten Fondgesellschaft zu wählen, damit das Ausfallrisiko so gering wie möglich ist.

Etablierte Größen in diesem Markt sind z.B. Lyxor, iShares oder Comstage.

3. Gebühren

Schaue dir genau an, welche Gebühren der ETF hat.

Ein großer Vorteil ist, dass fast alle Indexfonds vergleichsweise niedrige Kosten aufweisen (oft unter 1% pro Jahr).

Dennoch gibt es teilweise große Unterschiede. Wir  empfehlen dir, deinen ETF-Sparplan bei einer Direktbank wie Comdirect einzurichten. Aufgrund der effektiveren Strukturen sind Direktbanken fast immer günstiger als Hausbanken wie die Deutsche Bank oder Commerzbank.

Umso niedriger die Gebühren, desto weniger Abschlag von deiner Performance und damit desto besser dein Vermögensaufbau.

4. Tracking Difference

Analysiere, wie hoch die Tracking Difference deines potenziellen ETFs in den vergangenen Jahren ausgefallen ist, also wie groß der Unterschied in der Wertentwicklung zwischen ETF und dem abgebildeten Index war.

Da das Ziel ist, mit einem ETF möglichst den jeweiligen Index zu replizieren, gilt: Umso geringer die Tracking Difference, desto besser.

Im Optimalfall hat sich der ETF in den letzten Jahren also genau so entwickelt wie der durch ihn abgebildete Index.

5. Dynamik

Baue eine sogenannte Dynamik in deinen Sparplan ein!

Das bedeutet, dass sich deine Sparquote jährlich um einen bestimmten prozentualen Betrag erhöht.

Beispiel: Du fängst an, 50€ jeden Monat automatisch in deinen ETF-Sparplan zu investieren und baust eine Dynamik von jährlich 10% ein.

Damit erhöht sich dein Aufkommen im zweiten Jahr auf 55€, im dritten auf 60,50€ usw.

Der große Vorteil dabei ist, dass du quasi  gezwungen bist, besser zu wirtschaften.

Außerdem nimmt das Einkommen sowieso tendenziell mit der Zeit zu, sei es durch Gehaltserhöhungen oder Beförderungen.

Letzte Details

Beachtest du diese 5 Basics, machst du bei der ETF Auswahl schon sehr viel richtig.

Die letzten Entscheidungen, die du zu deinem ETF treffen musst, sind folgende:

Ausschüttendend oder thesaurierend?

Physisch oder SWAP-basiert replizierend?

Bei diesen Fragen gibt es unserer Meinung nach kein „Richtig oder Falsch“, weswegen wir dir hier auch keine Empfehlung aussprechen wollen.

Wenn du dich intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen willst empfehlen wir dir hierfür sowohl den YouTube Channel als auch den Blog Aktien mit Kopf von Kolja Barghoorn 

Periodisierter Einzelaktienkauf

Wie schon oben erwähnt ist die zweite Varante der periodisierte Erwerb von Einzelaktien.

Um diese Methode anzuwenden empfehlen wir dir jedoch eindringlich, dich genau mit Themen wie Unternehmensbewertung und Kennzahlenanalyse zu beschäftigen.

Nur so hast du gute Chancen, stark performende Aktien auszuwählen.

Weiterhin eignet sich diese Methode eher für etwas finanz- bzw. einkommensstärkere Personen.

Der Vorteil ist, dass du zweifellos mit Einzelaktien höhere Renditechancen hast und dadurch die Möglichkeit hast, den Gesamtmarkt (also den Querschnitt von guten und schlechten Aktien) zu schlagen.

Mit „periodisierter Erwerb von Einzelaktien“ meinen wir folgendes:

Spare monatlich einen festgelegten Betrag und überweise diesen im Optimalfall automatisiert auf das Verrechnungkonto deines Aktiendepots.

Je nach Höhe deines Sparbetrags kaufst du dann in festen Zeitabständen Aktien und baust so langfristig ebenfalls Vermögen auf.

Da jede Transaktion mit Kosten verbunden ist, empfehlen wir dir pro Einzelinvestment ein Mindestvolumen von 1000€, damit die Kosten nicht zu viel von deiner Rendite auffressen.

Dennoch solltest du das Thema Diversifikation nicht unbeachtet lassen.

Alles was du hierzu wissen musst haben wir in unserem Artikel zur Kapitalaufteilung für dich behandelt.

Ein paar Beispiele, wie du den systematischen Kauf von Einzelaktien gestalten kannst:

Parkinsonsches Gesetz: Warum das System funktioniert

Vielleicht hast du schonmal etwas vom Parkinsonschen Gesetz gehört. Dieses besagt folgendes:

Arbeit dehnt sich genau in dem Maße aus, wie Zeit zu ihrer Erledigung zur Verfügung steht.

Wir finden, dass dieses Gesetz sich auch auf das Konsumverhalten übertragen lässt:

Umso mehr Geld man zur Verfügung hat, desto „verschwenderischer“ lebt man was die tagtäglichen Konsumentscheidungen angeht.

Das Parkinsonsche Gesetz der Unique Investors lautet also:

Konsumausgaben dehnen sich genau in dem Maße aus, wie nicht zu investierendes Geld zu Verfügung steht.

Du magst jetzt denken: „Ach was, wenn man mehr Geld hat gibt man mehr aus, na das ist ja eine bahnbrechende Erkenntnis.“

Wir meinen damit nicht das unterschiedliche Konsumverhalten zwischen einem Millionär und einem Studenten, sondern graduell:

Planst du mit 800€ im Monat, gibst du ohne dich zu versehen auch 800€ im Monat aus.

Sparst oder investierst du von diesem Geld jedoch automatisiert 200€, musst du dir Gedanken machen, wie auch 600€ reichen.

Unsere Philosophie ist ganz klar, trotz finanzieller Vernunft nicht an Lebensqualität zu sparen, sondern unbedachte bzw. eigentlich relativ unnötige Ausgaben zu eliminieren.

Du wirst erstaunt sein, wie kreativ du sein wirst, was intelligente Konsumentscheidungen angeht, wenn du durch einen automatisierten Ansparplan quasi dazu gezwungen bist, weniger Geld auzugeben.

Nach einiger Zeit der Übung wirst du rückblickend feststellen, dass du weniger Geld ausgibst, dein Lebensstandard aber eigentlich nicht wirklich schlechter ist als zuvor.

Außerdem liefert dir  das Weniger an zur Verfügung stehendem Geld eine tolle Motivation, deine Einkünfte zu erhöhen.

Und selbst mit diesen „lediglich“ 200€ betreibst du schon hervorragenden Vermögensaufbau.

Intuitiv denkt man, dass eine so verhältnismäßig niedrige Sparrate „nicht viel bringt“. Doch ist das wirklich so?

Man sollte den Zinseszinseffekt nicht vergessen, der zu exponentiellem, also überproportionalem Wachstum führt.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass eine durchschnittliche jährliche Rendite von 6% absolut realistisch ist.

Bei einem Investment in ETFs oder Einzelaktien ist das sogar eher vorsichtig kalkuliert.

Wie hoch der Vermögensaufbau bei welcher Sparrate und angenommenen Rendite ist, lässt sich leicht mit einem Sparplan-Rechner bestimmen.

Ohne nachzuschauen: Was schätzt du würde aus den monatlichen 200€ über die Zeit werden? Die Zahlen werden dich sicherlich überraschen:

Diagramm Vermögensaufbau mit 200€ im Monat

Pay yourself first – Eine Methode, die deine finanzielle Situation um Welten verbessern wird.

Ein konstanter Vermögensaufbau, cleverere Konsumentscheidungen und Motivation zur Einkommenssteigerung – viel besser geht es unserer Meinung nach nicht.

Letztendlich kann ein Kollege von dir dasselbe oder sogar mehr als du verdienen – wenn du aber Pay yourself first anwendest und er nicht garantieren wir dir, dass du am Ende finanziell viel, viel besser dastehen wirst.

Womit wir wieder beim guten alten Konfuzius sind:

„Von Natur aus sind die Menschen fast alle gleich. Erst Gewohnheiten entfernen sie voneinander.“


Geldhaufen mit ansteigendem Diagramm

Vermögensaufbau Quick Start Guide - 5 einfache Schritte, mit denen du deine finanzielle Situation sofort verbesserst

Es kommt dir vielleicht bekannt vor:

Die monatlichen Einkünfte reichen gerade so für die Deckung der monatlichen Kosten – wenn überhaupt.

Fallen dann nicht geplante größere Ausgaben an (Reparatur des Autos, Neukauf eines PCs oder ein Stadttrip mit Freunden), muss oft das ohnehin nicht gerade prall gefüllte Sparbuch geplündert werden.

Wenn dann die Ernüchterung folgt, dass man den Freunden für eine Unternehmung absagen muss, die eigentlich „nur“ wenige hundert Euro kostet, stellt man auf eine ziemlich frustrierende Weise fest, dass man dringend an seiner finanziellen Situation etwas ändern muss.

In diesem Artikel erfährst du in 5 Schritten, wie du deine Finanzen allumfassend und langfristig in den Griff bekommst.

Die Top 5 Schritte zum perfekten Vermögensaufbau-Plan

Schritt 1: Gesamtüberblick – Einnahmen & Ausgaben

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass du dir einen genauen Überblick über deine finanzielle Situation verschaffst.

Dazu ist es hilfreich, zunächst  den „Basisbetrag“ deiner monatlichen Ausgaben zu kalkulieren.

Damit sind die Fixkosten wie Miete, Strom- und Heizkosten sowie bestehende Verträge wie Internet, Mobilfunk, Fitnessstudio oder Abonnements gemeint.

Hinzu addierst du Pauschalbeträge für Lebenshaltungskosten wie Nahrungsmittel, Hygiene- und Reinigungsartikel und Kleidung.

Besonders bei der Festsetzung des Pauschalbetrags für Nahrungsmittel und Hygieneartikel ist es empfehlenswert, dich an den Ausgaben aus den Vorwochen- und Monaten zu orientieren und vom errechneten Betrag 10 bis 20% abzuziehen.

Das hat einen einfachen Grund: In diesem Bereich der Ausgaben „verschwendet“ man für gewöhnlich am meisten Geld, da es immer scheinbar irrelevante Kleinbeträge sind und man deshalb nicht so stark auf die Kosten achtet.

Das „Sparen im Haushalt“ ist eine der effektivsten Methoden, deine Kosten zu senken. Hier fallen quasi jeden Tag Ausgaben an. 

Damit ist nicht gemeint, dass du an der Qualität der Lebensmittel sparen sollst, sondern die eigentlich „unnötigen“ Ausgaben vermeidest:

Der morgendliche Starbucks-Kaffee für 3,20€, das Backwerk-Brötchen in der Mittagspause für 2,80€ oder die dritte Lieferservice-Pizza in der Woche.

Setze dir eine nicht zu großzügige Obergrenze und halte dich eisern daran!

Da man dabei schnell den Überblick verliert, kann es auch hilfreich sein, zu unkonventionellen Tricks zu greifen.

Zum Beispiel kannst du jede Woche den geplanten Betrag in Bar abheben und Ausgaben in dem Bereich ausschließlich mit diesem „Geldhaufen“ bezahlen.

Das klingt erstmal ungewöhnlich, kann dir aber enorm helfen, deine finanzielle Disziplin zu verbessern.

Zuletzt gilt es noch, dir einen Pauschalbetrag für „Spaß“ zu setzen: Restaurant- oder Kinobesuche, Feiern gehen oder sonstige „nicht essenzielle“ Ausgaben.

Auch hier gilt: Sei realistisch, nicht zu großzügig und vor allem: halte dich strikt an dein Budget!

Nun summierst du alle Kosten auf und stellst sie deinen Einkünften gegenüber.

Dabei sollten deine Ausgaben nur maximal 80% deiner Einkünfte betragen, sodass du mindestens 20% deiner Einkünfte sparen bzw. investieren kannst.

Diesen Überschuss zu erwirtschaften ist eminent wichtig, da du nur so beginnen kannst, nachhaltig Vermögen aufzubauen.

Schritt 2: Einnahmen- / Ausgaben- Verhältnis verschieben

Ist dein Einnahmen- / Ausgabenverhältnis noch nicht bei 100:80? 

Dann ist es unverzichtbar, auf beiden Seiten Veränderungen herbeizuführen.

Analysiere bei welchen monatlichen Ausgaben du noch mehr Kosten sparen kannst, ohne deine Lebensqualität deutlich herabsetzen zu müssen.

Jede kleine Veränderung kann auf lange Sicht einen stattlichen Betrag ausmachen.

Ein aus mehreren Gründen besonders zu bedenkender Punkt ist unserer Meinung nach hierbei das Thema Auto.

Kaum ein täglicher Gebrauchsgegenstand ist so enorm kostspielig und hat damit einen so großen Einfluss auf deine finanzielle Situation.

Demgegenüber ist es genauso wichtig, Wege zu finden, um mehr Geld zu verdienen.

Die Anzahl der Möglichkeiten ist hier nahezu endlos, sei es durch private Nachhilfe, Arbeit als studentische Hilfskraft oder Aushilfe im Einkaufszentrum.

Sorge dafür, dass du jederzeit eine zumindest geringe Aufbesserung deiner Einkommensseite erwirkst.

Schon 100€ mehr pro Monat sind ein Betrag, mit dem du in puncto Vermögensaufbau auf lange Sicht einiges machen kannst.

Schritt 3: monatlichen Überschuss sinnvoll investieren

Nun hast du einen Überblick, welcher Betrag dir monatlich zur Verfügung steht, um Schritt für Schritt dein Vermögen zu steigern.

Das wichtigste hierbei:

Kontinuität!

Aus diesem Grund halten wir monatliche Ansparpläne für eine extrem sinnvolle und vor allem langfristig lukrative Variante.

So kannst du mit kleinen monatlichen Überschüssen effektiv investieren.

Mehr dazu hier:

Schritt 4: Ersparnisse sinnvoll investieren

In den ersten drei Schritten hast du nun gelernt, wie du deine „alltäglichen Finanzen“ strukturierst.

Als nächstes gilt es für dich zu schauen, über welche Ersparnisse du verfügst.

Summiere dazu alle liquiden Mittel, sei es auf dem Sparbuch, dem Giro- oder anderen Konten oder auch das Bargeld „unter dem Kopfkissen“ und analysiere diese Summe.

Jetzt ist es enorm wichtig, eine sinnvolle Kapitalaufteilung vorzunehmen.

Warum?

Dadurch verfügst du über genügend Reserven, um jederzeit ungeplante größere Ausgaben bewerkstelligen zu können.

Andererseits kannst du auch das Potenzial richtig nutzen, was schon in deinem derzeitigen Vermögen steckt.

Schritt 5: Humankapital steigern

Der letzte große Ansatzpunkt, den wir herausstellen wollen, mag zunächst erstmal für dich nicht zwingend mit deinen Finanzen zu tun haben.

Im Endeffekt ist er aber auf lange Sicht der entscheidendste: Dein Humankapital.

Falls du dich fragst, was darunter überhaupt zu verstehen ist:

Das Humankapital ist die Gesamtheit all deiner Fähigkeiten, sei es körperlich (z.B. handwerkliche Fertigkeiten bei einem Tischler), akademisch (medizinisches Wissen eines Arztes) oder auch mental/psychisch (Motivationscoaches etc.).

Umso „wertvoller“ deine Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt sind, sei es als Angestellter oder Unternehmer, desto mehr Geld wirst du verdienen.

Daraus folgt, dass du deine finanzielle Situation langfristig enorm verbessern kannst, wenn du deine Fähigkeiten gezielt erweiterst und stärkst.

Dabei solltest du dir bewusst machen, welche Skills in dem Bereich, wo du tätig bist oder tätig sein willst besonders gefragt sind und wie du diese dir effektiv aneignest.

Fokussiere dich dabei darauf, in den absolut essenziellen Kernkompetenzen so gut wie möglich zu werden, anstatt in sehr vielen Bereichen nur mittelmäßig bis gut zu sein.

Identifiziere also zunächst drei Teilbereiche, in denen du dich ab jetzt stark weiterbilden willst und dein Können bzw. dein Wissen hier erweiterst.

Diese Teilbereiche sollten für das womit du dein Geld verdienen willst absolut evident sein.

Außerdem sollten hier marginale, also letztendlich gewinnbringende Fortschritte, relativ zeitnah erreichbar sein.

Wie auch beim Vermögensaufbau gilt in Bezug auf dein Humankapital: Sorge dafür, dass du stetig und konstant wächst!