Papier, Stift und Radiergummi

Warum fehlende finanzielle Bildung ein Problem ist

Familienfeiern sind schon interessant. Man sieht viele Verwandte und Bekannte nach einer gefühlten Ewigkeit wieder und tauscht sich über alle möglichen Themen aus.

Alltag, Wetter, Politik, Klatsch und Tratsch – vielleicht kommt dir das bekannt vor.

Was selten bis nie diskutiert wird, sind Finanzen und Investment.

Es wird sich höchstens darüber beschwert, dass es „heutzutage gar keine Zinsen mehr gibt“ und man gar nicht mehr wisse, was man mit seinem Geld machen solle.

Oder dass die Rente viel zu wenig ist und es nicht sein kann, dass man sein ganzes Leben lang geschuftet hat und jetzt so arm leben muss.

Mittlerweile lege ich es bei solchen Gelegenheiten oft darauf an, das Gespräch auf Investment-Themen zu lenken, um herauszufinden, wie Menschen im Durchschnitt in diesem Bereich aufgestellt sind.

Ich finde es immer wieder verblüffend, dass selbst hochgebildete Leute wie Ärzte, Ingenieure oder Professoren hier so wenig Wissen und Bewusstsein haben oder erschreckenden Finanzirrtümern unterliegen.

Ich habe mich gewundert, warum Menschen in so vielen Bereichen über ein gutes Allgemeinwissen verfügen, jedoch kaum jemand wirklich Ahnung von Finanzen und Investment hat.

Doch woran liegt das? Benedikt und ich haben diese spannende Frage einmal intensiv diskutiert und sind auf die folgenden 10 Gründe gekommen:

10 Gründe, warum kaum jemand etwas von Finanzen und Investment versteht

1. Schulbildung

Mit der Schule beginnt für die meisten der „Weg der Bildung“.

Man lernt hier täglich in allen Bereichen dazu, sei es in Mathematik, Lesen & Schreiben, Naturwissenschaften, Musik oder Sport.

In einem Feld versagt die Schule jedoch: Finanzielle Bildung.

Ich kann mich nicht erinnern, in den 12 Jahren Schule auch nur eine Sache über Geld, geschweige denn Investieren gelernt zu haben.

Eigentlich ein Unding, da das Abitur ja eine gute  „Allgemeinbildung“ vermitteln soll.

Eines der wichtigsten Themen lässt sie jedoch komplett außen vor.

Stattdessen wird aber detailliert die Physiologie des Frosches, der Verlauf des 30-jährigen Krieges oder die korrekte literarische Interpretation von Schillers „Kabale und Liebe“ gelehrt.

Ob dieses Wissen überhaupt wichtig ist, kannst du für dich entscheiden.

Es ist unserer Meinung nach jedoch unverzichtbar, schon in jungen Jahren erste Einblicke in die Welt der Finanzen zu bekommen und zumindest ein Grundverständnis für Geld, Investieren etc. zu erhalten.

Und genau das bietet die Schule nicht.

Damit fehlt die Basis für finanzielles Bewusstsein, was das Begehen von Finanzirrtümern und eine gefährliche Distanz zur Finanzwelt begünstigt.

Schulbank

2. Tief verankerte negative Assoziationen von Geld

Überprüfe es bei dir selbst: Wenn du in der Stadt einen relativ jungen Mann aus einem  Luxus-Sportwagen aussteigen siehst, was schießt dir da zuerst durch den Kopf?

Bewunderung, Inspiration und die Neugier, was ihn erfolgreich gemacht hat?

Oder Abneigung und Abwertung nach dem Motto:

„Das ist bestimmt ein Betrüger und Geldhai, mit ehrlicher Arbeit kann man gar nicht so viel Geld verdienen!“

Bei den meisten Menschen überwiegt eher letzteres.

Und unabhängig davon, ob die negativen Vorurteile dem „Reichen“ gegenüber der Wahrheit entsprechen oder nicht:

Ein solches Denken ist Gift dafür, finanziell erfolgreich zu sein.

Es verankert den Glaubenssatz, dass man entweder ein ehrlicher und guter Mensch sein kann, oder ein reicher Abzocker, Schwindler etc.

Das wiederum führt dazu, dass man die Möglichkeit, selbst einmal finanziellen Erfolg zu haben, schon im Vorhinein ausschließt, da dies ja auf moralisch gutem Weg nicht erreichbar ist.

Die Folge: Man beschäftigt sich gar nicht damit, seine Finanzen zu optimieren und lebt einfach vor sich hin.

Stattdessen konzentriert man sich darauf, ein „guter Mensch“ und „sozial erfolgreich“ zu sein.

Dass sich diese beiden Arten von Erfolg, sozialer und finanzieller, nicht ausschließen, ist den wenigsten bewusst.

Und ebenfalls nicht, dass „viel Geld zu haben“ keinesfalls dazu dient, andere neidisch zu machen und zu protzen.

Stattdessen gibt es dir Freiheit und gestaltet diesen einen Bereich des Lebens sorgenfrei.

Außerdem gibt finanzielle Freiheit einem die Möglichkeit, seinen Mitmenschen viel zu geben. Sei es in Form von Spenden an benachteiligte Menschen oder Großzügigkeit.

„Mir ist Geld gar nicht wichtig“ – Oft hört man diesen Spruch von Menschen, bei denen es finanziell schlecht aussieht.

Doch bei genau diesen Leuten bestimmt Geld sehr häufig das Leben.

Negative Emotionen, weil man sich etwas nicht leisten kann, Neid, Geiz und Missgunst.

Ganz zu schweigen von der permanenten Angst, bald pleite zu sein und nicht mehr zu wissen, wovon man leben soll.

Geld allein macht nicht glücklich. Es trägt aber unserer Meinung nach dazu bei, da man sich so Freiheit geben kann und viel mehr Möglichkeiten hat, anderen gutes zu tun.

3. „Armut-Mindset“

Vielleicht kennst du auch diese „witzigen Sprüche“ auf Facebook wie:

„Am Ende des Geldes ist noch zu viel Monat übrig“ oder

„Am Ende des Monats – Mit Karte oder Bar? – Mit Pfand!“

Natürlich ist das alles mit einem Augenzwinkern gemeint, jedoch:

Mittlerweile scheint es manchmal, als ob es in unserer Gesellschaft „cool“ oder „witzig“ ist, chronisch pleite zu sein.

Man kann über vieles Witze machen und es locker sehen, doch hier vernebelt Humor unserer Meinung nach den Blick auf die harte Realität:

Es ist absolut nichts positiv oder „hip“ daran, arm zu sein. Im Gegenteil:

Es ist ein Zeichen dafür, dass man in seinem Leben grundsätzlich einiges falsch macht.

Und dem mit Selbstironie zu begegnen und mit Leuten, denen es genauso geht, darüber Spaß zu machen, verschlimmert das Problem noch.

Man entwickelt durch so etwas selten das Bewusstsein, dass man ein ernstes Problem hat. Geschweige denn, dass man etwas ändern muss.

Verstärkt wird all das durch Abwertung von finanziell erfolgreicheren Menschen und Lamentieren darüber, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht„.

Passend dazu werden politische Kampagnen unterstützt, die auf soziale Umverteilung abzielen.

In der Realität bedeutet das aber meist nichts anderes, als Leistung zu bestrafen (z.B. durch Votieren für die „Reichen-Steuer“) und Nicht-Leistung zu belohnen (Hartz IV Zuwendungen insgesamt teilweise höher als Gehalt von manchen Arbeitenden).

All diese Denkweisen und Glaubenssätze (englisch unter dem Oberbegriff „Mindset“ zusammengefasst) führen letztendlich dauerhaft nur zu einem:

Armut.

Unser Tipp deshalb, falls du dich in einem oder mehreren Punkten wieder erkannt haben solltest:

Neid und Missgunst haben noch niemanden voran gebracht, genauso wenig wie das Pochen auf „Gerechtigkeit“.

Achte nicht darauf, was dir „zusteht“, sondern liefere selber in Form von Leistung und dem Produzieren von Mehrwert für dich und andere.

Wenn du das tust, werden dich all diese Diskussionen kalt lassen und die berühmt berüchtigte „Schere“ wird dir bald egal sein.

4. Gesellschaftliche Normalisierung von Finanzirrtümern

Der Hauptgrund, warum sich Eigenheime, aktiv gemanagte FondsBausparverträge und Lebensversicherungen immer noch einer so großen Beliebtheit erfreuen, ist folgender:

All diese Dinge sind gesellschaftlich vollkommen „normal“.

Damit meinen wir, dass fast jeder einen Teil seines Geldes in mindestens eine dieser „Anlagen“ gesteckt hat.

Erzählt man, dass man den Bau eines Eigenheims in seinem Heimatdorf plant (finanziert u.a. durch einen tollen Bausparvertrag) oder vor kurzem auf Zuraten des netten Beraters der lokalen Sparkasse in einen Immobilienfond investiert, erntet man breite Zustimmung.

Berichtet man jedoch davon, dass man in Gold, Bitcoins, Aktien oder ETFs investiert hat, stößt man auf Skepsis und muss sich anhören, dass man „alles riskiert“ und dass das „nicht sicher“ sei.

Auch hier liegt eine Ursache von etlichen Finanzirrtümern:

Man bekommt schon in jungen Jahren von den Eltern, Verwandten, Freunden und der Gesellschaft diverse finanzielle Fehler eingebläut, die sich mit der Zeit so tief festsetzen, dass man sie gar nicht mehr hinterfragt und als richtig ansieht.

Diese Finanzirrtümer zu bekämpfen ist im übrigen auch ein Anliegen von unique investors, weswegen wir zu jedem dieser Anlageklassen ausführliche Artikel für dich verfasst haben.

5. Überzogener Konsumanspruch

Oft hört man die Aussage: „Ich habe zu wenig Geld zum Investieren!“

Abgesehen davon, dass es auch mit wenig Geld gut möglich ist, sinnvoll zu investieren:

Viele Menschen geben einfach viel mehr Geld für Konsum aus, als sie sich leisten können.

Der Grund dafür ist, dass durch Werbung und sozialen Druck, dazu gehören zu wollen, falsche Vorstellungen existieren.

Viele Menschen glauben, dass ein Auto, ein Urlaub im Süden, ein großer Flachbild-TV oder dutzende Paare Schuhe einfach etwas „essenzielles“ sind.

Oder ein neues iPhone. Es ist absolut verblüffend, dass das teuerste gleichzeitig das am besten verkaufte Handy der Welt ist.

An dieser Stelle Respekt an Apple, dass sie einen solchen Hype um ihr Smartphone erzeugt haben – aber wie viele ihrer Käufer konnten es sich finanziell gesehen tatsächlich „leisten“?

Genau hier liegt das Problem – die meisten Menschen wissen nicht, was es heißt, sich etwas „leisten“ zu können.

Nur weil mit ach und krach die Summe gerade noch auf dem Konto ist, heißt das längst nicht, dass man es sich wirklich leisten kann.

Die in den letzten Jahren so populär gewordenen Ratenkäufe oder Leasingangebote, plakativ häufig als „0%-Finanzierungen“ angepriesen, verstärken diese Verhaltensweisen noch mehr.

Das monatliche Gehalt wird wie in der Kindheit das Taschengeld angesehen:

Das ist das Geld, was man jeden Monat ausgeben kann.

Darüber hinaus werden teilweise sogar Konsumkredite „zur Erfüllung der ganz besonderen Wünsche“ aufgenommen.

Damit du uns nicht falsch verstehst:

Wir haben grundsätzlich gegen kein Konsumgut etwas, da diese Dinge das Leben tatsächlich „schöner“ bzw . angenehmer machen.

Jedoch solltest du nur so viel konsumieren, wie du wirklich finanziell vernünftig kannst.

Und wie viel ist das?

All das, was nach Abzug der „financial essentials“ übrig bleibt, also monatlichen Investitionen und Liquiditätsaufbau.

Als Richtgröße solltest du circa 15-20% deiner Netto-Monatseinkünfte für Investitionen und 10-15% für den Aufbau von Liquidität verwenden.

Um hier eine gewissen Routine reinzubekommen und dich zu finanzieller Disziplin zu zwingen, kann dir das sogenannte „3-Konten-Modell“ enorm helfen.

25-35% deines „monatlichen Budgets“ solltest du als „unantastbar“ ansehen nach dem Motto:

„Pay yourself first“

Den Rest kannst du ohne schlechtes Gewissen für „die schönen Dinge des Lebens“ ausgeben.

Wenn du der Meinung bist, dass maximal 75% deines Monatsbudgets nicht ausreichen, dann kann dir unser Vermögensaufbau Quick Start Guide helfen.

6. Unterbewusste Angst, ein Anfänger zu sein und zu scheitern

Was ist ein Grund, warum an übermäßigem Unter- oder Übergewicht leidende Menschen zwar wissen, dass sie das regelmäßige Besuchen des Fitnessstudios und eine Ernährungsumstellung voran bringen würde, sie es aber trotzdem nicht tun?

Neben Faulheit ist es unserer Meinung nach vor allem ein Aspekt:

Die Angst, in die Rolle des Anfängers zu schlüpfen und zu scheitern.

Ich als von Natur aus eher „dünner“ Mensch weiß noch genau, wie sich der erste Fitnessstudio-Besuch anfühlte.

Man kam sich vor wie ein Schwächling (der ich damals auch wirklich war) und hatte eigentlich keine Ahnung, wie richtiges Training geht.

Egal was man neu anfängt:

Zu Beginn ist man, außer man ist ein Naturtalent, erstmal ziemlich schlecht darin. Und etwas, worin man schlecht ist, macht selten Spaß.

Zudem hat man keine Garantie, dass man tatsächlich Erfolge erzielt.

Aus diesem Grund meiden viele Menschen derartige Dinge, die man allgemein als „Tätigkeiten außerhalb der Komfortzone“ bezeichnen kann.

Einen Kampf, den man gar nicht kämpft, kann man auch nicht verlieren (aber eben auch nicht gewinnen).

Genau so ist es auch zu Beginn der Investment-Karriere.

Man muss sich von 0 an einarbeiten, es ist ein scheinbar riesiger Berg zu erlernendem Wissen vor einem und man hat keine Ahnung, wie man überhaupt richtigen „Zugang“ zu all den Themen bekommen soll.

Genau vor diesem Hindernis bleiben die meisten Menschen stehen und meiden das ganze Thema lieber.

Man versteckt sich dann häufig hinter Ausreden wie:

„Das will ich gar nicht können, das ist eh sinnlos.“

„Das mit den Aktien ist sowieso total unsicher, das lass ich lieber.“

„Als einfacher Bürger kann man diese ganzen Themen gar nicht verstehen.“

Da du unique investors liest, gehörst du nicht zu dieser Kategorie Leute, und wir können dir nur raten, diesen Weg weiter zu gehen und dich stetig finanziell weiterzubilden.

Es gibt kaum ein anderes Interessenfeld, was sich so auszahlt wie finanzielle Weiterbildung.

Und wie im Fitnessstudio ist es auch beim Investieren: Siehst du erste Resultate, wird es zur (positiven) Sucht.

7. Finanzbranche

Finanziell gebildete Menschen sind genau das, was ein Banker nicht in seinem Beratungszimmer haben will.

Banken und andere Finanzinstitute verdienen ihr Geld hauptsächlich damit, unlukrative bzw. nur für sie lohnende Finanzprodukte zu verkaufen.

Bausparverträge, Lebensversicherungen, Eigenheim-Kredite oder aktiv gemanagte Fonds – all dies kann man nur Menschen verkaufen, die wenig bis keine finanzielle Bildung haben.

Aus diesem Grund wird bewusst dafür gesorgt, dass die Leute keine Eigenverantwortung für ihre Finanzen übernehmen und stattdessen sich bei Banken „beraten“ lassen.

Die Themen werden in der Kommunikation bewusst verkompliziert und es wird so dargestellt, als ob alles viel zu schwierig sei, um hier selbst Entscheidungen zu treffen.

In den Beratungsgesprächen wird man mit einem regelrechten Informationswirrwarr und Fachbegriffen bombardiert.

Dadurch werden die Leute verunsichert und bekommen das Gefühl, dass sie auf einen Berater ihrer Bank angewiesen seien.

Es wird so dargestellt, als ob der Bankberater für ihre Finanzen das sei was der Arzt für ihre Gesundheit ist.

Doch während man bei der Behandlung von Krankheiten dies tatsächlich dem Fachmann überlassen sollte (was ein Arzt im Gegensatz zum Bankberater auch wirklich ist), ist dies im Finanzbereich die falsche Herangehensweise.

Der Grund: Es besteht anders als bei der Gesundheit ein asymmetrisches Interessenverhältnis.

Der Banker ist interessiert daran, für seine Bank Profit zu erwirtschaften. Dein finanzieller Erfolg ist für ihn zweitrangig.

Zudem bereitet er dich im Beratungsgespräch auf den Misserfolg schon vor, sodass Unzufriedenheit im Keim erstickt wird.

Es wird davon gesprochen, dass „5% Rendite pro Jahr heutzutage schwer erreichbar“ sind und man sein Investment „viele Jahre laufen lassen“ sollte.

Selbst Jahre, in denen das Produkt, z.B. ein Fond, Verlust erwirtschaftet, seien „normal“.

So kann für die Bank natürlich nichts schief gehen. Die Provisionen und Gebühren erhält sie sowieso und egal wie es läuft, der Kunde hat kaum einen Anhaltspunkt, sich zu beschweren.

Wir können dir auch hier wieder nur raten:

Übernimm Eigenverantwortung und höre nicht auf deinen Bankberater.

Noch besser: Habe erst gar keinen.

8. Fehlendes Bewusstsein für Inflation und die Folgen von Wirtschaftswachstum

„Wenn man sein Geld auf dem Konto lässt, gewinnt man zwar nichts, kann aber auch nichts verlieren.“

Ob bewusst oder unterbewusst – das ist die Einstellung der meisten Menschen.

Vielen fehlt das tiefe Verständnis dafür, was Inflation wirklich bedeutet, und warum es sie überhaupt gibt.

Frage dich selbst: Siehst du Inflation als etwas gutes oder schlechtes?

Fast jeder würde mit „schlecht“ antworten.

Dabei ist Inflation der Motor von Wirtschaftswachstum, was wiederum der Motor von steigendem Lebensstandard ist.

Auch wenn viele Leute in Deutschland jammern, wie schlecht es ihnen doch geht:

Nie in der Geschichte der Menschheit war der Lebensstandard des Durchschnittsbürgers so hoch wie zur Zeit in Industrieländern wie Deutschland.

Denkst du, das wäre ohne Innovationen und technischem sowie wirtschaftlichem Wachstum möglich gewesen?

Sicher nicht. Und wer etwas von Volkswirtschaft versteht weiß, dass Wirtschaftswachstum einen Anstieg der Geldnachfrage bedingt.

Und diese wiederum kann man nur durch die Ausdehnung der Geldmenge befriedigen.

Die Konsequenz: Die allseits bekannte Inflation.

Inflation kann gut oder schlecht sein.

Schlecht für dich ist sie, wenn du deine gesamten Ersparnisse auf dem unverzinsten Konto lässt und die Kaufkraft deines Geldes immer weiter abnimmt.

Bei 2% jährlicher Inflation hat sich der Wert des Geldes in ca. 35 Jahren halbiert.

Profitieren kann man von Inflation, wenn man selbst investiert.

„Wer sagt denn, dass der Aktienmarkt weiter steigen wird?“ – Eines der Hauptargumente für Nicht-Investieren.

Genau die oben aufgeführten Kausalkette ist es – Wirtschaftswachstum – steigende Geldnachfrage – Ausdehnung der Geldmenge – Inflation.

Und Inflation findet nicht nur bei Konsum- sondern auch bei Investitionsgütern statt.

Wenn mehr Geld im System ist, wird auf kurz oder lang auch das Preisniveau von Aktien, Immobilien und Gold steigen.

Und dass der Ausgangspunkt, Wirtschaftswachstum, weiterhin anhalten wird, liegt in der Natur des Menschen.

Seit Tausenden Jahren entwickelt er sich stetig fort. In der Wirtschaft ist es genauso – Unternehmen, die nicht wachsen, sterben aus.

Es gilt also: Evolve or Die!

9. Mediale Berichterstattung

Zugegeben, was wir jetzt anführen, ist ein allgemeines „Problem“ der Medien, aber dennoch:

Es gibt viel mehr negative als positive Nachrichten über die Finanzwelt.

Jeder Börsencrash wird wie ein Weltuntergang dargestellt und die Panikmache kennt keine Grenzen.

Ob es nun der Immobiliencrash 2008, die Chinakrise oder das Brexitvotum 2016 waren:

Berichtet wurde von dramatischen Einbrüchen am Aktienmarkt und massiven Verlusten.

Dass sich die Märkte jedoch nach jedem der zahllosen Crashs der letzten Jahrzehnte immer wieder erholt haben und stärker zurückgekommen sind, als je zuvor – das wird in den Medien gern verschwiegen.

Geschweige denn, dass man mit der Strategie des antizyklischen Investierens in diesen Phasen ein Vermögen verdienen konnte.

Das Schüren von Angst vor den Aktienmärkten führt dazu, dass große Teile der Bevölkerung die Risiken des Investierens völlig überschätzen und deshalb von den Kapitalmärkten fern bleiben.

Auf den Punkt gebracht: Medien bauen Phantomrisiken auf und unterstützen FInanzirrtümer.

10. Verlustaversion

Der letzte Grund für fehlende finanzielle Bildung ist einer der Hauptgründe für Scheitern in allen Bereichen des Lebens: Angst.

In der Finanzwelt hemmt die meisten Menschen die Angst vor Verlusten, auch „Verlustaversion“ genannt.

Viele Menschen gestalten ihre Finanzen mehr nach dem Motto „Hauptsache wenig verlieren“ statt  Chancen zu ergreifen, zu gewinnen.

Die Angst vor Verlusten schreckt viele mehr ab, als sie die Aussicht auf Gewinne motiviert.

Der Grund dafür ist, dass es in der Natur des Menschen liegt, dass Verluste viel mehr negative Emotionen hervorrufen als Gewinne positive.

Aber ohne das Eingehen von gewissen Risiken ist es nicht möglich, etwas zu gewinnen bzw. zu erreichen.

Das gilt sowohl in der Finanzwelt als auch in allen anderen Lebensbereichen.

Fazit

Schule, Mitmenschen, Medien, Finanzbranche und die menschliche Psyche – nahezu alle Voraussetzungen und Umstände erschweren es, finanzielles Bewusstsein zu entwickeln.

Das ist der Grund, warum es finanziell bei fast allen Menschen nicht besonders rosig aussieht und selbst Millionengewinner im Lotto oftmals schnell wieder pleite sind.

Mit diesem Artikel wollten wir dir helfen, tief verankerte Denkfehler und finanzielle Gewohnheiten aufzubrechen.

Da du unique investors liest, bist du auf dem besten Weg zu finanziellem Bewusstsein und Erfolg und wir können dich nur ermutigen, uns auf diesem Pfad weiterhin zu begleiten.

Zum Abschluss wollen wir dir noch einen kleinen Motivationsspruch mitgeben, der unique investors Einstellung zu Geld und Reichtum versinnbildlicht:

„Geld allein macht nicht glücklich. Es gibt dir aber die Freiheit und Zeit, es zu werden.“