Schwangere Frau

Unternehmensanalyse: Vita34 AG - Neue Rally nach der Verschnaufspause?

Vita 34 ist eine Stammzell- bzw. Nabelschnurblutbank mit Sitz in Leipzig. Zugegebenerweise wird den meisten das Unternehmen nichts sagen, weswegen ich kurz das Geschäftsmodell erklären möchte.

Das Leipziger Unternehmen bietet allen Eltern die Möglichkeit, das Nabelschnurblut und die darin enthaltenen Stammzellen ihrer frisch geborenen Kinder nach der Geburt sorgfältig entnehmen zu lassen. Danach wird es in einem temperaturgeschützen Entnahmepaket mittels eines Spezialkuriers zu dem Vita 34 Labor geliefert und aufwendig aufbereitet, damit es anschließend in die Kryokonservierung gelangen kann und somit eine unbegrenzte Lagerung ermöglicht wird.

Dieser Service kostet eine einmalige Gebühr, welche bis vor kurzem im günstigsten Fall 2.000€ zuzüglich jährlicher Kosten in Höhe von 50€ betrug. Erst im Mai gab das Unternehmen aber bekannt, dass ein neues Preismodell eingeführt wurde. „VitaPur“ soll aufgrund der geringen Einmalkosten preissensible Kunden ins Auge fassen und somit die Marktdurchdringung insbesondere in der DACH-Region weiter vorantreiben. Der Grundpreis bei diesem Modell liegt zwar nur noch bei 990€, jedoch fallen die jährlichen Kosten von 120€ wesentlich höher als bei den bisherigen Preiskonzepten aus. Damit wird dieses Modell für die Leipziger langfristig wirtschaftlich attraktiver sein.

Doch warum sollte man sich für diesen Service entscheiden?
Mit Hilfe von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut können schon heute über 80 Krankheiten behandelt und therapiert werden. Außerdem kommen sie in 22% aller Stammzell-Transplantationen zum Einsatz und konnten in den letzten 20 Jahren in über 30.000 medizinischen Eingriffen verwendet werden. Die Forschung in diesem Bereich wird stetig ausgebaut und man sieht immense Chancen für die Behandlung von einer Vielzahl an Krankheiten.

Neben der verstärkten Kundenakquise in Deutschland und der restlichen Dachregion, scannt das Unternehmen den Markt für mögliche Übernahmen im In- und Ausland, um die Marktposition weltweit zu stärken.


Mitte 2017 wuchsen die Leipziger durch die Übernahme des größten deutschen Konkurrenten Seracell in neue Höhen und sicherten sich durch diesen Schachzug eine nahezu monopolistische Markstellung in Deutschland. Die Markteintrittsbarrieren für Konkurrenten sind so hoch, dass man in naher Zukunft auch keine Sorge vor möglicher Konkurrenz haben muss. Nach dieser Übernahme ist Vita 34 Marktführer in Deutschland, die Nummer 2 in Europa und die Nummer 8 weltweit. Man besitzt aktuell über 200.000 Einlagerungen (ca. 46.000 Einlagerungen von Seracell), wobei die Einlagerungsquote in Deutschland momentan erst bei 2% liegt und dort noch deutliches Potenzial für die Zukunft im Köcher steckt. In absehbarer Zeit wird sich außerdem die Marge erhöhen, da man durch die Übernahme von Seracell keinen aggressiven Player mehr im Markt hat, welcher zu Tiefstpreisen auf Kundenfang geht und Vita Marktanteile abgraben kann.

Ende Mai konnte das Unternehmen weitere positive News melden. Der Antrag auf Verlängerung der maximal zulässigen Transportdauer von frisch entnommenen Nabelschnurblut wurde genehmigt. Die maximal zulässige Zeitspanne zwischen Entnahme und Einlagerung von Nabelschnurblut erhöht sich von bisher 48 Stunden auf zukünftig 72 Stunden. Das Unternehmen konnte Nachweisen, dass die Qualität des Blutes trotz höherer Verweildauer zwischen Krankenhaus und Labor aufgrund der hohen Transportstandards nicht leidet.

Das Angenehme an diesem Geschäftsmodell ist, dass es aufgrund einer Abwanderungsrate von nahezu 0% konjunkturunabhängig ist. Denn wieso sollten Eltern nach 10 Jahren aufhören die minimale Jahresgebühr zu zahlen, nachdem sie schon so viel Geld investiert haben und es jederzeit zu einem Verwendungszweck kommen könnte?
Aus diesem Grund wird die durchschnittliche Einlagerungsdauer bei ca. 50 Jahren liegen, wodurch Vita in den nächsten Jahren extrem viel Free Cash-Flow generieren wird.

Nach der Korrektur von dem letzten Hoch bei 18,20€ notiert das Unternehmen wieder auf einem attraktiven Kursniveau.


Aktueller Kurs: 15€
Kursziel: 20€

Startende Rakete

Unternehmensanalyse: Hypoport AG - Die Kursrakete Ist Wieder Gestartet

Die Hypoport AG ist ein börsennotierter Finanzdienstleister mit Hauptsitz in Berlin.

Im Jahr 2007 wagte das Unternehmen den Schritt an die Börse, womit man aufgrund der kurz darauffolgenden Finanzkrise wahrlich keinen guten Zeitpunkt erwischt hatte. Das Erst-Listing erfolgte im regulierten Prime Standard, im Dezember 2015 erfolgte schließlich die Aufnahme in den SDAX. Die Finanzkrise konnte Hypoport zwar aufgrund der sehr guten Bilanz meistern, dennoch geriet der Aktienkurs stark unter die Räder.

Lange Zeit konsolidierte der Kurs auf einem niedrigen Niveau, da das Geschäftsmodell nicht verstanden wurde. Erst im Jahr 2015 begann ein grandioser Wertaufholungsprozess: Ausgehend von einem Kurs von 12,16€ schoss die Aktie bis zum Ende des Jahres auf über 80€.

Mittlerweile, im Mai 2018, notiert der Wert bei circa 165€ je Aktie. Unique Investors begannen schon im April 2015 bei einem Kurs von 18,70€, Aktien von Hypoport zu kaufen. Im Zuge der zahlreichen Korrekturen nutzten wir immer wieder die Gelegenheit, günstig nachzukaufen und die Position weiter auszubauen.

Quelle: Comdirect

1. Geschäftsmodellanalyse

Hypoport ist ein technologiebasierter Finanzdienstleister, welcher in mehreren Geschäftsfeldern aktiv ist.

Diese sind die Bereiche Privatkunden, institutionelle Kunden, Kreditplattform und Versicherungsplattform.

Der Geschäftsbereich Privatkunden (PK) umfasst alle Tochtergesellschaften, welche Finanzdienstleistungen für Verbraucher anbieten und die dafür erforderlichen Technologien entwickeln.

Hierbei werden unter der Marke Dr. Klein Baufinanzierungen und weitere Finanzdienstleistungsprodukte hauptsächlich internetfokussiert ausgehend von einer Nachfragesituation an den Kunden vermittelt. Die Prozesse werden zusätzlich von Softwarelösungen unterstützt, welche dem Kunden das beste Angebot aus einem breiten Spektrum von Bank- und Versicherungsunternehmen anbietet. Die Online-Nachfrage nach Finanzierungsberatung verzeichnet in Deutschland ein hohes Wachstum, was den Beratern zu Gute kommt.

Außerdem unterhält man ein Offline-Filialnetz, welches auch als Franchisemodell betrieben wird. Dadurch ist eine sehr kostengünstige Expansion des Geschäftsmodelles möglich. Interessant ist dabei, dass man einer der wenigen Finanzvertriebe in Deutschland ist, welcher einen stetigen Beraterzuwachs zu verzeichnen hat.

Regelmäßig wird Dr. Klein als bester unabhängiger Finanzberater gekürt, was die starke Markenmacht und hohe Kundenzufriedenheit verdeutlicht. Die überdurchschnittliche Performance von Dr. Klein ist auch auf die immer besser werdende Integration von EUROPACE durch die Berater zurückzuführen.

Kennzahlen Geschäftsbereich Privatkunden (PK)

2014

Umsatz 63.9 Mio. €
Rohertrag 21.3 Mio. €
EBIT 1.9 Mio. €

2015

Umsatz 78.6 Mio. €
Rohertrag 27 Mio. €
EBIT 7.4 Mio. €

2016

Umsatz 67.1 Mio. €
Rohertrag 26 Mio. €
EBIT 9.5 Mio. €

2017

Umsatz 82.5 Mio. €
Rohertrag 31.9 Mio. €
EBIT 12.1 Mio. €
Quelle: Unique Investors; Geschäftsberichte der Hypoport AG

Im Geschäftsbereich Institutionelle Kunden (IK) werden Kunden aus der Wohnungswirtschaft mit Hilfe der Dr. Klein Firmenkunden AG hochqualitativ beraten. Anschließend werden maßgeschneiderte Lösungskonzepte ausgearbeitet. Dieses Segment klingt nicht außerordentlich spannend, jedoch ist es ein enorm lukrativer Geschäftsbereich mit hohen Margen. Allerdings unterliegt dieser auch immer wieder Schwankungen, da die Großkunden oftmals lange abwarten, bis sich ein klarer Zinstrend abgezeichnet hat.

Durch den Ausbau des Key-Account-Managements und Investitionen in IT-Lösungen konnten neue Kunden gewonnen werden. Das Jahr 2018 startete bereits überdurchschnittlich, was auch darauf zurückzuführen ist, dass es im Jahr 2017 viele Projektverschiebungen gab und diese nun abgearbeitet werden. Zusätzlich spürt man deutlich, dass die Wohnungswirtschaft langsam aktiv wird und neue Impulse spürbar werden.

Kennzahlen Instiutionelle Kunden (IK)

2014

Umsatz 14.5 Mio. €
Rohertrag 14 Mio. €
EBIT 4.5 Mio. €

2015

Umsatz 17.3 Mio. €
Rohertrag 17 Mio. €
EBIT 6.6 Mio. €

2016

Umsatz 18.6 Mio. €
Rohertrag 18.4 Mio. €
EBIT 6.3 Mio. €

2017

Umsatz 19.4 Mio. €
Rohertrag 19.1 Mio. €
EBIT 5 Mio. €
Quelle: Unique Investors; Geschäftsberichte der Hypoport AG

Sein wichtigstes Asset weist Hypoport im Bereich Kreditplattform in Form von EUROPACE auf. Hinzu kommen die Teilmarktplätze für den genossenschaftlichen Bankensektor (GENOPACE) und der Sparkassen-Finanzgruppe (FINMAS), die B2B-Vertriebsgsellschaften Starpool und Qualitypool im Segment Baufinanzierungsgeschäft sowie die HypService GmbH, welche als Immobilienbewertungsdienstleister agiert.

EUROPACE ist ein elektronischer B2B-Marktplatz zur Abwicklung des Abschlusses von Finanzdienstleistungsprodukten zwischen Finanzvertrieben und Kreditinstituten. Dabei liegt der Schwerpunkt ganz klar auf der Immobilienfinanzierung.

Mit Hilfe dieser Plattform wird der Vertrieb von Produkten wie Immobilienfinanzierungen äußerst effizient realisiert, in dem eine Software die für den Kunden beste Lösung vorschlägt und anschließend abwickelt. Somit wird sehr viel Zeit eingespart, da ein schneller und direkter Abschluss möglich ist.

Große Kunden sind vor allem deutsche Bankhäuser, Versicherungen und Bausparkassen, welche eine prozentuale Gebühr auf das Transaktionsvolumen zahlen. Dementsprechend steigt der Ertrag proportional zu dem abgewickelten Volumen auf der Plattform.

Die Software wird dabei auf der Basis von Cutting-Edge Technologies, Data Science und Augmented Intelligence kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Dadurch ist es dem Unternehmen gelungen, die marktführende Plattform für Baufinanzierungen und nahestehende Finanz- und Versicherungsprodukte in Deutschland zu werden.

Hypoport profitiert davon, dass die Bankenbranche lange Zeit in ihren alten, ineffizienten Strukturen verharrte und man als einer der ersten Anbieter den Markt anfing zu digitalisieren. Damit ist der technologische Vorsprung zur Konkurrenz immens.

Außerdem investierte man schon einen dreistelligen Millionenbetrag in die Plattform, so dass die Markteintrittsbarrieren für potenzielle Konkurrenten sehr hoch sind und ein Aufbau einer Konkurrenzplattform nicht lukrativ wäre und viel zu viel Zeit benötigen würde.

Interessant zu beobachten ist auch der Punkt, dass EUROPACE bei einem stagnierenden Gesamtmarkt für Immobilienfinanzierungen im zweistelligen Prozentbereich wächst. Dadurch ist man in der Lage, immer mehr Marktanteile hinzuzugewinnen.

Aktuell geraten die Banken immer weiter unter Druck, da sie auf der Suche nach effizienteren Strukturen sind. Dabei kommen sie am Marktführer Hypoport quasi gar nicht herum, was zu schnell steigenden Partneranschlüssen führt. Neu angeschlossene Partner entfalten jedoch nicht direkt ihr Umsatzpotenzial, da der Umstieg auf das neue System etwas Zeit benötigt. In der Regel sind die Partner nach ca. einem Jahr komplett umsatzwirksam.

Nach der langjährigen Investitionsphase in die Plattform tritt nun langsam die „Erntephase“ ein. Würde Hypoport nicht zeitgleich in neue Geschäftsfelder wie die Versicherungsplattform investieren, würden die Gewinne noch höher ausfallen.

Die Plattform ist enorm skalierbar und spätere Margenerhöhungen sind sehr wahrscheinlich, was zu einer Gewinnexplosion führen könnte. Der CEO Ronald Slabke prognostizierte erst kürzlich für die nächsten fünf Jahre zweistellige Umsatz- und Gewinnsteigerungen.

Finanzdienstleister / Kreditplattform

2014

Umsatz 34.4 Mio. €
Rohertrag 20.8 Mio. €
EBIT 5.6 Mio. €

2015

Umsatz 44 Mio. €
Rohertrag 27.6 Mio. €
EBIT 10.1 Mio. €

2016

Umsatz 66.7 Mio. €
Rohertrag 37.1 Mio. €
EBIT 13.6 Mio. €

2017

Umsatz 78.2 Mio. €
Rohertrag 40.6 Mio. €
EBIT 15.5 Mio. €
Quelle: Unique Investors; Geschäftsberichte der Hypoport AG

Die Regionalbanken sind momentan der Haupttrigger für das Wachstum und so soll es auch in den nächsten Jahren sein. 37 der Top-50 Sparkassen sind bereits Vertragspartner von FINMAS. Die Marktdurchdringung hat etwas länger gedauert als erwartet, allerdings hat sich im Jahr 2017 der große Durchbruch angebahnt. Die Sparkassen erkennen das Potenzial und vernetzen sich immer mehr mit EUROPACE.
Ebenso wächst der genossenschaftliche Bankenteil sehr schnell und bei Hypservice ist aktuell eine sehr starke Nachfrage von Seiten der Banken zu beobachten.


Der neueste Geschäftsbereich von Hypoport ist ihre Versicherungsplattform. Diese umfasst alle Aktivitäten in der Versicherungstechnologie.

Dabei wurde die vorhandene Expertise von EUROPACE für die Schaffung einer einheitlichen Versicherungsplattform genutzt. Diese tritt in Form der Hypoport Insurtech GmbH auf. Damit ist man erneut früher Marketmover, um einen vollkonsolidierten Markt zu durchdringen.

Die Versicherungsbranche beruht großflächig auf Strukturen, welche mehr als zwanzig Jahre alt sind. Durch den Investitionsgeiz der großen Versicherungsunternehmen schreit die Branche förmlich nach einer einheitlichen digitalen Lösung, welche wesentlicher effizienter als die aktuellen Strukturen funktioniert.

Um die Plattform auszubauen, übernahm Hypoport in den letzten zwei Jahren so gut wie alle noch verfügbaren Softwareunternehmen, welche in diesem Bereich tätig sind.

Obwohl die Plattform erst seit knapp zwei Jahren existiert, ist das Potenzial immens und der Erfolg absehbar, da man die Erfahrungen von EUROPACE nutzen kann, um Kinderkrankheiten zu vermeiden. Hinzu kommt, dass die Vertriebs- bzw. Transaktionsgebühren in der Versicherungsbranche hohe Margen abwerfen, wodurch Insurtech in der Zukunft sehr wahrscheinlich auf einem größeren Margenniveau als EUROPACE operieren wird.

Im Dezember 2017 konnte die Versicherungsplattform mit Smart Insurtech einen großen Meilenstein verkünden, da sich „Swiss Life“, der größte Lebensversicherungskonzern aus der Schweiz, mit der Plattform vernetzt hat. Dieser Partneranschluss wird die Gewinnung von großen Versicherungskonzernen deutlich beschleunigen.

Durch weitere Investitionen in Key-Account-Management und Übernahmen soll das klare Ziel zum eindeutigen Marktführer erreicht werden, wobei man davon überzeugt ist, dass dies Vorhaben gelingen wird. Den Kunden wird aufgezeigt, dass die Digitalisierung in der Versicherungsbranche jetzt erfolgen muss und dies mit Hilfe von Smart InsurTech durchgeführt wird.

Für das Jahr 2018 wurde bereits ein Umsatzwachstum in Höhe von 50% geguided.

Versicherungsplattform

2016

Umsatz 5.5 Mio. €
Rohertrag 3.5 Mio. €
EBIT 0.4 Mio. €

2017

Umsatz 16.2 Mio. €
Rohertrag 10.6 Mio. €
EBIT -1.2 Mio. €

2018 (1. Quartal)

Umsatz 5.6 Mio. €
Rohertrag 3.2 Mio. €
EBIT -0.8 Mio. €
Quelle: Unique Investors; Geschäftsberichte der Hypoport AG

Chancen/Risiken

Wenn die Investitionen in neue Plattformgeschäfte weitestgehend abgeschlossen sind, werden die Gewinnerträge stark nach oben skalieren. Laut CEO Ronald Slabke gehen die Kosten für jeden über den Europace-Marktplatz neu vermittelten Kredit gegen null!

Die Markenbekanntheit, der technische Innovationsvorsprung zu der Konkurrenz und der anhaltende Ausbau der Plattformen lassen auf eine weitere Marktdurchdringung schließen. Kleinere Konkurrenten werden mit der Zeit nicht mehr mithalten können und werden entweder übernommen oder aus dem Markt geschwemmt.

Aktuell erscheint die Bewertung der Aktie auf den ersten Blick aufgrund des enormen Kursanstiegs der letzten Jahre und einem KGV von über 30 hoch. Weitere überdurchschnittliche Kurssteigerungen sind jedoch absolut denkbar. Sowohl das skalierbare Geschäftsmodell, insbesondere das große Potenzial der Plattformgeschäfte, als auch absehbare weitere Gewinnsteigerungen könnten große Wachstumstreiber sein.

Auf der Risikoseite ist zu erwähnen, dass Hypoport seine Plattformgeschäfte wie andere Technologiekonzerne (z.B. AirBnB, Facebook oder Google) mittels eines Steuersparmodells in Irland zu 12,5% versteuert. Es gibt eine Initiative seitens Deutschland und Frankreich, im Zuge einer „Equalisation Tax“ um deratige Steuersparmodelle zu erschweren.

Es ist jedoch äußerst unklar, ob dies tatsächlich gelingen wird, da vor allem Irland und Luxemburg sich dem entgegenstellen. Selbst im unwahrscheinlichen Worst-Case-Szenario könnte in Bezug auf EUROPACE laut dem Hypoport-Management maximal ein Schaden in Höhe von 10% entstehen. Im Verhältnis zum zu erwartenden Wachstum von EUROPACE wäre selbst das nicht wirklich gravierend.

Außerdem könnte es zu einer langsameren Durchdringung des Versicherungsmarktes durch die Insuretech-Plattform kommen. Jedoch ist hier wie in fast allen Branchen die zunehmende Digitalisierung wohl nur eine Frage der Zeit.

Neue gesetzliche Regularien, welche den Bau von Immobilien erschweren sind auch jederzeit möglich. Aufgrund des massiven Wohnungsmangels in Deutschland ist dieses Szenario unwahrscheinlich. Der deutsche Wohnungsmarkt ist von einem enormen Nachfrageüberhang gekennzeichnet, welcher durch einen überregulierten Mietmarkt verursacht wurde. Infolgedessen entstehen immer höhere Preise, da die Nachfrage wesentlich größer als das Angebot ist.

Alles in allem besitzt die Hypoport AG eine exzellente Marktstellung mit zwei innovativen Assets, welche große Wettbewerbsvorteile aufweisen und insbesondere vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen Digitalisierung enorme Potenziale bergen.

2. Kapitalallokation

Hypoport verfolgt eine Kapitalallokation, welche ganz im Sinne von Warren Buffett wäre – Überschüsse werden wertschaffend in das Wachstum des Unternehmens reinvestiert.

Aufgrund der lang anhaltenden Fehlbewertung des Geschäftsmodelles initiierte man in der Vergangenheit mehrere Aktienrückkaufprogramme. Während größerer Korrekturen blieb man bei dieser Strategie und wird auch in Zukunft darauf zurückgreifen, falls sich eine Unterbewertung ergeben sollte.

Ein Teil der anderen Kapitalreserven nutzt Hypoport für strategische Übernahmen, um vorrangig die Plattformgeschäfte auszubauen und die Marktanteile zu erhöhen. Dabei achtet man insbesondere sehr genau auf marktgerechte Übernahmepreise.

Weiteres Kapital wird für die Investition in neue Geschäftsfelder wie z.B. der Insuretechplattform eingesetzt.

Auf eine der neuesten Übernahmen möchte ich an dieser Stelle explizit eingehen. Es handelt sich dabei um die FIO SYSTEMS AG.

Diese Übernahme wird meiner Meinung nach das Wachstum der gesamten Hypoport-Gruppe beschleunigen und einen enormen Mehrwert bieten.

Die FIO Systems AG ist ein Anbieter von Softwarelösungen für die Immobilienwirtschaft. FIO stellt ein ganzheitliches und webbasiertes System für Immobilienmakler zur Verfügung incl. eines über fünf Jahre hinweg entwickeltes ERP-System.

Diese Softwarelösung wird bereits bei dem größten Immobilienmakler in Deutschland (der Sparkassen-Gruppe) in 316 von insgesamt 390 Sparkassen eingesetzt.

Hypoport verfolgt mit der Übernahme 3 große Ziele:

  1. Die Verbindung von FINMAS mit der Maklersoftware von FIO inclusive der Integration von Baufismart für die Schaffung einer ganzheitlichen Lösung für die Sparkassengruppe (Immobilienvermittlung und Immobilienfinanzierung).
  2. Verbindung von GENOPACE mit der Maklersoftware von FIO inclusive Integration von Baufismart für die Schaffung einer ganzheitlichen Lösung für die Volks- und Raiffeisenbanken (Immobilienvermittlung und Immobilienfinanzierung)
  3. Verbindung von Dr. Klein mit der Maklersoftware sowie dem ERP-System von FIO Schaffung einer ganzheitlichen Lösung für die Wohnungswirtschaft in Deutschland.

Die Übernahme ist ein riesiger Schritt nach vorne und zeigt umso mehr auf, dass Hypoport ständig auf der Suche nach wertschaffenden Übernahmen ist, um den Kunden eine komfortable Komplettlösung für die fortschreitende Digitalisierung bieten zu können.

Außerdem nutzt Hypoport einen Teil des überschüssigen Kapitals als Cashreserve, um bei gei günstigen Marktgelegenheiten genug Liquidität für die ersten beiden Punkte zu haben.

Seit dem Börsengang im Jahr 2007 wurde bisher noch keine Dividende ausgeschüttet. Dies begründet Ronald Slabke damit, dass das erwirtschaftete Geld in Aktienrückkäufen, Unternehmensübernahmen und internen Investitionen einen größeren Mehrwert stiftet.

3. Managementanalyse

Das Management von Hypoport besteht aus einem Team von drei Führungskräften. Diese sind Ronald Slabke (Vorsitzender des Vorstandes), Stephan Gawarecki (Mitglied des Vorstandes) und Hans Peter Trampe (Mitglied des Vorstandes).

Ihre Aufgaben umfassen die operative Ausrichtung der Geschäfte sowie deren strategische Umsetzung.

Alle drei Manager sind studierte Betriebswirte.

Hauptverantwortlich für die Repräsentation des Gesamtkonzerns ist Ronald Slabke.

Nach seinem abgeschlossenen Betriebswirtschaftsstudium war er als Kundenbetreuer bei der Westdeutschen ImmobilienBank tätig. Im Jahr 1996 wechselte er als Assistent der Geschäftsführung zu Dr. Klein. Unter seiner Verantwortung startete Dr. Klein als erster Online-Hypothekenmakler für Privatkunden.

1999 folgte dann ein großer Karriereschritt, indem er einen Management-Buyout (Unternehmensübernahme durch das Management) organisierte und die Führung von Dr. Klein übernahm.

Auch nach ausgiebigen Recherchen findet man keine negativen Schlagzeilen zu seiner Person. Durch zahlreiche von ihm durchgeführte Conference-Calls kann man einen sehr bodenständigen Charakter ableiten. Er stellt sich zu keiner Zeit in den Mittelpunkt und antwortet auch immer sehr ausführlich auf Fragen innerhalb der Calls.

Seine ausgerufenen Unternehmensausblicke sind sehr konservativ und liegen in einem breiten Prognosekorridor. In der Vergangenheit konnten die Prognosen stets eingehalten werden und wurden zudem oft übertroffen, was zu einem sehr hohen Vertrauen bei den Aktionären der Hypoport AG geführt hat.

Slabke besitzt aktuell mehr als 30% der Anteile an der Hypoport AG und will sich nach eigenen Aussagen nach auch nicht in den nächsten Jahren davon trennen. Sein Unternehmensanteil macht es anderen Unternehmen unmöglich Hypoport zu übernehmen. Dadurch brauchen die Aktionäre keine Angst davor haben, dass das Unternehmen vorzeitig von der Börse genommen wird, bevor sich der wahre Wert in Form des Aktienkurses geäußert hat.

Um die Hypoport AG als Arbeitgeber einzuschätzen, ist der Blick auf die Seite kununu.com sehr informativ. Dort kann man entnehmen, dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter als sehr hoch eingestuft wird. Bei 72 Bewertungen von Arbeitnehmern kommt das Unternehmen auf eine Bewertung von 4,18 von 5 Punkten. Besonders die Weiterempfehlungsquote in Höhe von 92% sticht einem sofort ins Auge.

Folgende Punkte werden besonders oft genannt:

  • Sehr angenehme Atmosphäre
  • Exzellente Aufstiegschancen, da es nur flache Hierarchien gibt
  • Hervorragender Unternehmensruf

Im Juni 2016 waren wir auf der Hauptversammlung von Hypoport in Berlin, um uns einen noch aussagekräftigeren Eindruck von den Führungskräften zu verschaffen.

Sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich gab der gesamte Vorstand eine überaus positive Figur ab. Fragen und Unklarheiten wurden ausführlich und verständlich geklärt. Allgemein strahlten alle Beteiligten große Zuversicht und Überzeugung vom eigenen Unternehmen aus.

Fazit

Ein überaus profitables, skalierbares und noch mit enormem Gewinn- und Wachstumspotenzial ausgestattetes Geschäftsmodell, wohldurchdachte und wertschaffende Kapitalallokation, eine hohe Eigenkapitalverzinsung, 90% organisches Wachstum und ein seriöses und überzeugendes Management – bei Hypoport passt fast alles.

Auch den Zukunftstrend Robo-Advisor hat Hypoport nicht verschlafen: „Auf Basis der Vertrags-, Kunden- und tariflichen Leistungsdaten werden wir in Kürze in der Lage sein, unseren Kunden automatisiert Beratungsanlässe aufzuzeigen. Vertriebliche Maßnahmen lassen sich auf diese Weise effizienter und zielgerichteter gestalten.“

Dass die Aktie in der Vergangenheit ein grandioses Investment war, ist mehr als deutlich.

Sicherlich wird sich ein derartiger Wertzuwachs in so kurzer Zeit in Zukunft nicht mehr vollziehen, jedoch gibt es genügend stichhaltige Argumente, dass Hypoport auch künftig ein starkes Investment bleibt und die Erfolgsstory weitergeht.

Hypoport in Zahlen

Quelle: Unique Investors; Geschäftsberichte der Hypoport AG

Für 2018 wird ein Umsatz zwischen 230-250 Mio. € sowie ein EBIT zwischen 28-33 Mio. € in Aussicht gestellt.

Die Hypoport AG ist eines der wenigen Investments, bei welchem ich mir vorstellen kann, es für die nächsten 10 Jahre oder mehr zu halten. Risikobewusste Anleger könnten trotz der recht hohen Bewertung jetzt schon zugreifen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt den nächsten Rücksetzer um seine Position aufzubauen.

Kursstand: 165€

Kursziel: 200€

Potenzial 21%

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Wolkenkratzer

Unternehmensanalyse: Corestate Capital Holding S.A.

Diese Woche veröffentlichte die Corestate Capital Holding S.A. die endgültigen Geschäftszahlen für das Jahr 2017. Dabei konnte der vollintegrierte Investmentmanager auftrumpfen und die Jahresziele für 2017 klar übertreffen. Der Umsatz kletterte auf 195 Mio. €, das EBITDA steigerte sich auf 123,3 Mio. €, der Gewinn explodierte und vervierfachte sich bereinigt auf 93,3 Mio. €. Die Dividende soll auf 2€/Aktie verdoppelt werden, was einer aktuellen Dividendenrendite von ca. 4% entspricht.

Das Unternehmen wächst sehr schnell, insbesondere durch zunehmende M&A-Aktivitäten. Zuletzt konnte man die Hannover Leasing, Athos und die Helvetic Financial Services AG übernehmen, wobei man bei der Integration der Unternehmen klar über dem Zeitplan liegt. Bemerkenswert ist auch der Fakt, dass man die Hannover Leasing operativ restrukturieren konnte und sie mehr als deutlich zurück in die schwarzen Zahlen führte. Durch die Übernahmen setzen sich große Synergiepotenziale frei und die Assets under Management (verwaltetes Vermögen) stiegen stark an und betragen mittlerweile über 22 Mrd. €.

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2018 lässt sich auch mehr als sehen. So wird ein Umsatzanstieg auf 230-240 Mio. €, ein bereinigtes EBITDA zwischen 155-165 Mio. € und ein bereinigter Konzerngewinn zwischen 120-130 Mio. € in Aussicht gestellt. Der Ausblick beinhaltet dabei keine möglichen Neuakquisitionen. Das Management sieht das Wachstum aber noch lange nicht am Ende angekommen: „Wir stehen auch erst am Anfang dessen, was an strategischen Potentialen im Zusammenspiel unserer Zukäufe liegt. Entsprechend fühlen wir uns bei der Umsetzung unserer organischen Wachstumsziele, aber auch im Hinblick auf weitere, arrondierende Zukäufe bestens aufgestellt.“

Nach einer größeren Aktienumplatzierung von Altaktionären an institutionelle Investoren konnte der Freefloat auf 63% gesteigert werden, was zu einer deutlich besseren Börsenliquidität führte. Im Peergroupvergleich ist man sehr günstig bewertet, was ebenfalls deutliches Potenzial verspricht. Zudem kommt noch hinzu, dass Corestate ab dem 19.03.2018 im SDAX gelistet ist und die Marktkapitalisierung die Marke von 1 Mrd. € überschritten hat, was zu zunehmender Aufmerksamkeit bei institutionellen Investoren führen wird. On top gab es in letzter Zeit größere Insiderkäufe von Mitgliedern des Aufsichtsrates in Höhe von über 200.000€. Ein einstelliges 2018-er KGV, eine Dividendenrendite in Höhe von ca. 4%, das starke Wachstum und eine sehr wahrscheinliche Prognoseerhöhung im Jahr 2018 (insbesondere durch zukünftige Übernahmen) veredeln den Investmentcase. Alle Ampeln leuchten grün. Wenn der Gesamtmarkt nicht plötzlich stark nachgibt, dann sehe ich auf Jahressicht ein Kursziel von 75€, was einem Upsidepotenzial in Höhe von ca. 50% entsprechen würde.

Corestate Capital Holding S.A. (16.03.2018)

Kursstand: 49,80€
Kursziel 75€
Upsidepotential von 50%

Das Unternehmen ist auch in Benedikts wikifolio „Skyscraper-Investments“ enthalten.

Zu Benedikts wikifolio gelangst du hier

Wenn du an weiteren Unternehmensanalysen interessiert bist, dann findest du hier eine Auflistung aller unserer Analysen.

Weitere Unternehmensanalysen

Disclaimer: Unsere Unternehmensanalysen stellen keine Kaufempfehlungen dar. Mit den Analysen geben wir lediglich unsere persönliche Meinung preis.


Was ist Wikifolio?

1. Was ist wikifolio ?

Wikifolio.com ist eine Social Trading Plattform, auf der Anleger sowie Trader gegenseitig voneinander partizipieren können.

2. Funktionsweise 

Die Trader müssen im ersten Schritt formale Kriterien erfüllen, wie z.B. ihre Handelsidee beschreiben und ihr Anlageuniversum festlegen.

Ist das Anlageuniversum einmal festgelegt (z.B. „nur europäische Aktien“), kann es im Nachhinein nicht mehr geändert werden und die Trader müssen dauerhaft in diesem Bereich handeln.

Nachdem diese Formalien erledigt sind, kann der Trader ein Musterdepot erstellen, welches sich zunächst in einer  mindestens 21-tägigen Testphase befindet.

Dabei muss das Musterdepot mindestens 10 Vormerkungen und 2.500€ vorgemerktes Kapital von Benutzern der Plattform erhalten. Diese Vormerkungen sind für die Benutzer unverbindlich.

Sobald diese Hürde genommen worden ist, kann sich der Trader entscheiden, ob er sein wikifolio als Zertifikat durch Lang&Schwarz emittieren lassen möchte oder ob er immer mehr Vormerkungen über einen längeren Zeitraum sammelt und dadurch seinen Bekanntheitsgrad steigert.

Ist das Zertifikat emittiert, erhält es eine ganz normale Wertpapierkennnummer (WKN) bzw. ISIN und kann wie jede Aktie bei deinem Broker über die Börse Stuttgart oder Lang&Schwarz gehandelt werden.

Der Basiswert des wikifolios startet bei einem Wert von 100€ und verändert sich 1:1 durch die Wertentwicklung der enthaltenen Aktien bzw. Finanzprodukte.

3. Kosten auf wikifolio.com

Die Nutzung der Website wikifolio.com ist für Anleger und Trader kostenlos. Alle Transaktionen der Trader sind kostenlos!

Gebühren fallen für dich erst an, wenn du dich dazu entschließt in ein wikifolio-Zertifikat zu investieren.

Diese Gebühren sind die Zertifikategebühr (bis zu 0,95% p.a.) und im Erfolgsfall die Performancegebühr, welche beide bereits in dem Kurs des Zertifikates eingepreist sind.

Die Performancegebühr wird auch erst abgerechnet, wenn der Trader einen neuen Höchststand (High-Watermark) erreicht.

Ansonsten fallen die ganz normalen Transaktionsaktionsgebühren für den Kauf bzw. Verkauf bei eurem Broker an.

Es gibt keinerlei Ausgabeaufschläge und versteckte Kosten, die bei Fonds sonst üblich sind.

4. Wie kannst du von wikifolio profitieren ?

Du hast die Möglichkeit, auf eine große Plattform zuzugreifen, die vielseitige Tradingideen transparent aufzeigt.

Somit kannst du dir einen Überblick verschaffen und anschließend selbst entscheiden, welche Tradingphilosophie bzw. welcher Trader dich mit seinem wikifolio überzeugt hat und danach in das passende Zertifikat investieren.

Schon mit dem Geldbetrag in Höhe  von 100€ ist es möglich sich an der Handelsstrategie eines Traders zu beteiligen.

Ein großer Pluspunkt von wikifolio ist die Transparenz.

Während bei aktiv gemanagten Fonds die Trades der hochbezahlten Fondsmanager für die Anleger kaum nachvollzieh- und einsehbar sind, kannst du auf wikifolio jeden Trade in Echtzeit und auch bis zum allerersten Trade nachvollziehen.

Des Weiteren sind alle Kommentare des Traders aufgelistet, alle wichtigen Kerndaten sind auf einem Blick für dich kompakt dargestellt und es sind alle Unternehmen mit der jeweiligen prozentualen Gewichtung klar einsehbar.

Da die Performancegebühr des Traders auch immer nur dann anfällt, wenn ein neuer Höchststand erreicht wird, profitieren die Trader nur im Erfolgsfall.

Auch hier unterscheidet sich wikifolio klar von aktiv gemanagten Fonds, da die Fondsmanager ihr Geld hauptsächlich über Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren generieren.

Es gibt keine versteckten Kosten und Anleger können über bestimmte Auszeichnungen des jeweiligen wikifolios weitere Informationen erhalten, wie z.B. die regelmäßige Aktivität des Traders.

Praktisch für dich ist natürlich auch, dass der Trader für dich das Depot managt und für dich keinerlei Zeitaufwand anfällt.

5. Wie profitieren Trader von wikifolio ?

Sobald ein wikifolio einen neuen Höchststand (High-Watermark) erreicht und dieser abgerechnet wird, fällt die vom Trader festgelegte Performancegebühr an.

Diese wird zwischen wikifolio.com und dem Trader in einem bestimmten Verhältnis aufgeteilt, wobei die Höhe des investierten Kapitals auch eine maßgebende Rolle spielt.

Im Klartext bedeutet dies, dass nur im Erfolgsfall eine Prämie möglich ist.

In der folgenden  Übersicht wird dargestellt, wieviel Prozent der anfallenden Performancegebühr der Trader bekommen würde, wenn sein wikifolio ein investiertes Kapital in Höhe von X besitzt.

Quelle: https://www.wikifolio.com/de/de/wie-publizieren/trader-wissen/trader-verguetung/erfolgspraemie

Zusätzlich zu erwähnen ist außerdem der große Vorteil, dass keine Transaktionskosten beim Kauf, Verkauf und Umschichtungen von Aktien anfallen!

Daraus resultiert besonders für Vieltrader eine sehr große Ersparnis.

6. Performancegebühr wikifolio

Performancegebühr schön und gut, aber wie funktioniert eigentlich diese Abrechnung genau ? Muss der Anleger die Performancegebühr selbst zahlen ?

Natürlich nicht ! Das Abrechnungssystem funktioniert sehr simpel und ich werde es dir in dem folgendem Beispiel erklären.

Du hast zehn Anteile eines wikifolio Zertifikats mit dem derzeitigen Wert von 100 Euro erworben, die High Watermark des wikifolios liegt bei 102 Euro, die Performancegebühr liegt bei 10 Prozent. Solange sich das wikifolio unter 102 Euro bewegt, wird keine Performancegebühr im wikifolio berechnet die sich auf den Kurs des wikifolio-Zertifikats auswirkt (unabhängig vom Einstiegskurs).

Angenommen das wikifolio erreicht am Ende des Tages einen Wert von 104 Euro, würde von der Differenz zwischen der alten und der neuen High Watermark die Performancegebühr berechnet werden. In diesem Beispiel also (104-102)*0,10 = 0,20. Der Zertifikatewert sinkt somit über Nacht um 0,20 Euro. Der Anleger hat die Performancegebühr über die Wertveränderung des Zertifikats „bezahlt" und die High Watermark wurde auf 104 gesetzt.

Quelle: https://www.wikifolio.com/de/de/wie-investieren/anleger-wissen/zertifikat-investieren/wikifolio-gebuehren

7. Tipps für das Kaufen eines wikifolio-Zertifikates

Als allererstes solltest du dir einen Überblick verschaffen und viele wikifolios miteinander vergleichen.

Achte dabei darauf, dass der Trader sein Können über einen längeren Zeitraum unter Beweis stellen konnte und nicht zu risikobewusst handelt.

Es existiert eine Vielzahl an wikifolios, welche in kurzer Zeit eine gewaltige Performance erzielen konnten, aber kurz darauf alles an die Wand gefahren haben, da sie ein zu hohes Risiko eingegangen sind.

Deshalb raten wir dir: Sei nicht gierig und achte auf eine nachhaltige Performance!

Wenn du dann ein für dich passendes wikifolio-Zertifikat gefunden hast, solltest du es am besten zwischen 09.00 Uhr und 17.30 Uhr ordern, da in dieser Zeit der Spread (Differenz zwischen Kaufs- und Verkaufspreis) am geringsten ist.

Falls der Trader einige US-Werte in seinem wikifolio führt, ist es von Vorteil in der Zeit zwischen 15.30 Uhr und 17.30 Uhr zu handeln, da der Spread durch die US-Werte davor zu groß ist.

8. Ist mein Geld in wikifolio-Zertifikaten sicher ?

Theoretisch gesehen besteht bei jedem wikifolio die Chance, dass es runtergewirtschaftet wird, anschließend in den Status „geschlossen“ übergeht und nur noch ein Bruchteil deines ursprünglich investierten Kapitals übrig bleibt.

In der Praxis sieht das natürlich anders aus, besonders wenn du die oben genannten Tipps berücksichtigst.

Erfolgreiche Trader wollen weiterhin erfolgreich sein und damit Geld verdienen.

Bis vor kurzem herrschte für die wikifolio-Zertifikate das Emittentenrisiko.

Das bedeutet, dass wenn der Emittent (in diesem Fall Lang&Schwarz) insolvent gehen sollte, ein Totalverlust theoretisch möglich wäre.

Dieses Risiko wurde allerdings größtenteils dadurch beseitigt, dass alle wikifolio-Zertifikate ab sofort besichert sind.

Noch ausführlichere Informationen zur Besicherung der wikifolio Zertifikate findest du auf https://www.wikifolio.com/de/de/wie-investieren/fragen-anleger/geldanlage/wikifolio-zertifikate-besicherung .

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass du mit wikifolio eine extrem transparente, innovative und kostengünstige Art der Geldanlage zur Verfügung stehen hast.

Insbesondere im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds findest du verhältnismäßig viele Trader, welche eine deutlich überdurchschnittliche Performance erzielen und über Jahre hinweg outperformen.

Den nötigen Zeitaufwand für die Recherche darfst du aber auch hier nicht wegfallen lassen! Vergleiche die verschiedenen wikifolios miteinander, achte auf die bereits oben genannten Tipps, insbesondere auf eine langfristig nachhaltige Performance und bilde dir deine eigene Meinung.

Du hast für dein Geld hart gearbeitet, also nimm dir auch Zeit, um dich mit deinem Investment auseinanderzusetzen.


Benedikts Wikifolio - Skyscraper Investments

Skyscraper Investments - Benedikt´s High-Performance wikifolio

 

Wie du wahrscheinlich schon in dem Artikel zu wikifolio entnommen hast, handelt es sich hierbei um die moderne Art der Geldanlage – dem sogenannten „Social Trading“.

Seit Juli 2015 bin ich auf dieser Social Trading Plattform  erfolgreich vertreten und verwalte dort ein  wikifolio, welches tagtäglich von mir gemanagt und gepflegt wird.

Mein Anlageschwerpunkt liegt dabei auf mittelständigen Unternehmen in Form von Nebenwerten aus der D-A-CH Region.

Das wikifolio erstellte ich mit dem Ziel, anderen Menschen die Chance zu geben, sich an meinem Erfolg zu beteiligen und gleichzeitig davon selbst zu partizipieren.

Es befindet sich deswegen mittlerweile auch in dem Real-Money-Status, welcher das wikifolio mit der Information kennzeichnet, dass ich als Trader selbst mit mindestens 5.000€ investiert bin.

Seit knapp 3 Jahren konnte ich mein Können in Form von Performance sprechen lassen.

In dieser Zeit habe ich alle großen Indizes deutlich outperformed und bin an der nachhaltigen Performance gemessen an der Spitze der Trader auf wikifolio.com angekommen.

 

In dem nachfolgenden Chart wird die Performance meines wikifolio seit der Emission des Zertifikates (96,85€) mit allen wichtigen Indizes als Benchmark dargestellt. Dabei wird sehr schnell ersichtlich, dass "Skyscraper-Investments" die Indizes deutlich outperformed hat.

 

Mein persönliches Ziel bis spätestens 2020 lautet 1.000.000€ investiertes Kapital und eine Gesamtperformance von 250% (unter der Bedingung eines mindestens stagnierenden Marktumfeldes).

In dem unten aufgeführten Artikel werde ich von Nikolaos Nicoltsios als "unentdecktes Talent" bezeichnet. Nicoltsios ist der Business Development Manager auf wikifolio.com.

 

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stock picking

Benedikts erfolgreiche Investmentstrategie

Alles begann vor 8 Jahren mit dem sogenannten "Börsenspiel" der Sparkasse: Ich entdeckte meine Leidenschaft für die Börse und insbesondere für das Investieren in Aktien. Von da an ließ mich dieses Thema nicht mehr los und ich fing an, mich in diesem Bereich stetig weiterzubilden.

Ein besonders großer Dorn im Auge war für mich dabei das Thema Fonds.

Es war für mich schon immer ein großes Rätsel, weshalb so viele Menschen ihr hart erarbeitetes Geld in performanceschwache Fonds steckten. Klar, dass Wissen in diesem Bereich ist bei den meisten Leuten nicht vorhanden bzw. besitzen sie wenn überhaupt nur absolutes Grundlagenwissen. Aber wieso sollte man in Fonds investieren, wenn doch bekannt ist, dass 90% der Fondsmanager ihren Vergleichsindex nicht schlagen?

Dazu kommen sehr hohe Gebühren wie z.B. ein Ausgabeausschlag in Höhe von bis zu 5% sowie jährliche Verwaltungskosten, welche in der Regel  1-2 % betragen. Am Ende kann sich jeder selbst ausmalen, was noch an Rendite übrig bleibt.

Als sich in einem Gespräch mit meinem Vater herausstellte, dass er in mehrere Fonds investiert war, sah ich großen Bedarf zu handeln. Im zarten Alter von 17 Jahren konnte ich schließlich meinen Vater davon überzeugen, seine performanceschwachen Fonds zu verkaufen und in Einzelaktien zu investieren.

Danach erhielt ich das Vertrauen, damit ich das Depot dauerhaft verwalte - bis heute. Dadurch konnte ich schon damals damit anfangen, wertvolle Erfahrungen im Anlegen von reellen Geld zu sammeln.

Zusätzlich zu diesem Depot, meinem wikifolio und natürlich meinem eigenen , verwalte ich erfolgreich mehrere Depots im Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis.

Für meine langfristig ausgelegte Strategie suche ich vorwiegend wachstumsstarke Nebenwerte aus der DACH-Region aus. Nebenwerte besitzen im Vergleich zu Blue Chips oftmals mehr Wachstumspotenzial und stehen in der Regel noch nicht im Blickfeld der institutionellen Investoren. Dadurch ergeben sich erhebliche Renditechancen.

Als Depotbeimischung entfallen ca. 10% der Portfoliogewichtung auf meine absoluten Favoriten aus der Biotecbranche.

Warum ?

Die Biotecbranche ist ein absoluter Wachstumsmarkt, der sich in den kommenden Jahrzenten nicht abschwächen wird. Weltweit entfallen ca. 90% der gesamten Gesundheitsausgaben auf die Über-60-Jährigen. Die Anzahl der über Über-60-Jährigen wird sich bis 2050 global mehr als verdoppeln, was dazu führen wird, dass die Gesundheitsausgaben überproportional ansteigen werden. Folglich steigt auch die Nachfrage nach neuen und innovativen Medikamenten sowie Behandlungsmethoden stark an.

Um die passenden Unternehmen zu finden, liegt der Fokus auf der Analyse der entsprechenden Geschäftsberichte und den darin enthaltenen Finanzrechnungen.Dazu gehört auch eine intensive Fundamental- bzw. Kennzahlenanalyse, die Prüfung der entsprechenden Produkt- oder Dienstleistungspalette und die Managementleistung. Besonderen Wert wird auf eine solide Bilanz und möglichst kontinuierlichem Umsatz- und Ergebniswachstum gelegt.

Die dann ausgesuchten Unternehmen sollen möglichst langfristig gehalten werden, wobei es durch regelmäßiges Prüfen dazu kommen kann, dass ein Titel komplett aus dem Portfolio verschwindet.

Das Ziel meiner Strategie soll es dabei sein, den Markt sowie den Heimatindex (DAX) jährlich deutlich outzuperformen.

Dieses Ziel konnte ich in jedem Jahr erfüllen und ich strebe auch weiterhin die deutliche Outperformance in den nächsten Jahren an.

 

Um eine ausführliche Vorgehensweise zum Finden & Analysieren von Aktien zu erhalten, haben wir dir in unserem kostenlosen E-Book eine hervorragende Zusammenfassung erstellt, damit du dein nächstes Unique-Investment finden kannst.